Zeugen der Bergbaugeschichte

Von: gre
Letzte Aktualisierung:
aldiexponatebu
EBV-Geschäftsführer Fred Eisner (li.) und Direktor Heinz Sahl überreichten Bürgermeister Lothar Tertel (2.v.re.) die geschichtsträchtigen Erinnerungsstücke des EBV. Foto: Greven

Aldenhoven. Um zwei Exponate aus Aldenhovens Geschichte ist die Gemeinde reicher geworden. Als Vertreter des Eschweiler Bergwerksvereins überreichten dessen Geschäftsführer Fred Eisner und Direktor Heinz Sahl dem Bürgermeister der Merzbachgemeinde die beiden geschichtsträchtigen Drucke.

Es handelt sich um Kopien der von Napoleon ausgestellten Verleihungsurkunde sowie der dazu gehörigen topografischen Kartenaufnahme des Geländes zwischen Kornelimünster, Birkengang, Atsch, Probsteiwald und Eschweiler-Aue, in denen zur Zeit der französischen Besetzung der Steinkohlenbergbau „umging”.

Dauerhaftes Gesetz

Mit der Besetzung des Rheinlandes im Jahre 1794 führten die Franzosen das in Frankreich geltende Bergrecht ein, wonach der Abbau einer staatlichen Konzession bedurfte. Das Bergrecht löste das Bergwerkseigentum vom Grundeigentum und stellte die Bildung entwicklungsfähiger Unternehmen sicher. Das französische Bergrecht, das 1810 neu gefasst worden war, blieb auch nach der Vereinigung der linken Rheinseite mit dem preußischen Staat weiterhin in Kraft, bis 1865 ein für den gesamten preußischen Staat einheitliches Berggesetz erlassen wurde.

Die Ordnung, die die Franzosen in den bis dahin zersplitterten Bergbau und die verworrenen Eigentumsverhältnisse gebracht hatten, machte es erst möglich, die Abbaukonzessionen im Eschweiler Raum zu vereinigen. Diese Vereinigung ist eng mit dem Namen von Christine Englerth verknüpft, die zusammen mit Johann Heinrich Graeser ihr Bergwerkseigentum 1834 in den Eschweiler Bergwerksverein überführte.

Bürgermeister Tertel freute sich, dass Aldenhoven als letzte Standortgemeinde einer EBV-Zeche nun in den Besitz dieser Urkunden gekommen ist, die bisher in der EBV-Hauptverwaltung in Kohlscheid ausgestellt waren. Lothar Tertel wird sie im Treppenhaus des Rathauses zur Schau stellen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert