Zentraler Fahrradparkplatz: Einstimmig beschlossen

Von: Volker Uerlings
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Neben der Tourist-Info und der Carsharing-Fläche an der Ecke Schloss-/Kölnstraße soll ein Fahrradparkplatz entstehen. Der Stadtrat stimmte einmütig für den Antrag der SPD. Foto: Jansen

Jülich. Der Vorschlag war inhaltlich so sinnvoll, dass es keinen Widerspruch gab. Bevor aber der Stadtrat einstimmig die Einrichtung eines zentralen Fahrradparkplatzes am Schlossplatz absegnete, stellte sich am Donnerstagabend die Frage nach der Urheberschaft. Und die ist Politikern mitunter wichtiger als Bürgern.

Unzweifelhaft stammte der aktuelle Antrag von der SPD, die ihren Vorschlag vom Ergebnis einer „frischen“ Bürgerbefragung im Juni unterstützt sieht. Jül-Fraktionschef Heinz Frey kramte indes einen Antrag seiner Fraktion aus dem Jahr 2005 hervor, auf dem Platz Fahrradständer zu errichten. Und so empfand er nun späte Genugtuung, dass der damaligen brüsken Ablehnung durch die Mehrheit nun doch noch die Realisierung folgt.

Etwa 30 Fahrräder sollen auf einer Fläche an der Ecke Köln-/Schlossstraße unterkommen, jeweils befestigt an speziellen Bügeln. Eine Überdachung wie am Jülicher Bahnhof sei wünschenswert, aber keine Grundbedingung, hatten die Sozialdemokraten erklärt. Sie sehen in dem Parkplatz einen Anfang, denn auch ein Ausbau zu einer „Mobilitätsstation“ sei hier möglich, da sich eine Car-Sharing-Station unmittelbar daneben befindet und eine Anlauf- und Mietstation für E-Bikes auch einrichten ließe. Dann wären in Jülich praktisch alle „erwünschten“, weil klimafreundlichen Fortbewegungsmittel an einem Ort konzentriert.

Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Sebastian Ross, hat daher schon eine Maßnahme am Schlossplatz vorgesehen, für die es eventuell Bundesfördermittel gibt: bei einer erfolgreichen Teilnahme am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ der Stadt Jülich.

Nach intensiven Ausschussberatungen zuvor hat der Stadtrat den Weg zum Bau einer Siloanlage mit vier Silos von jeweils 20 Metern Höhe im Gewerbegebiet Heckfeld frei gemacht. Einstimmig bei fünf Enthaltungen stimmte der Rat dafür, zu diesem Zweck eine Ausnahme trotz Veränderungssperre zuzulassen, die für dieses Plangebiet verhängt worden ist. Wie ausführlich berichtet, will das Unternehmen Alpla auf seinem Grundstück ein Rohstoff-Notfalllager errichten.

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