Zeitzeuge der Nazi-Verbrechen berichtet in Overbach

Von: Schüler
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Gabriel Bach berichtet aus seinem Leben in Haus Overbach.

Barmen. Gabriel Bach wird am Dienstag, 28. Januar, um 19 Uhr im Rahmen des vom Förderverein des Gymnasiums Haus Overbach organisierten 25. Overbacher Specials aus seinem Leben berichten und mit den Teilnehmern diskutieren.

Am Tag zuvor wird Bach im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zum 69. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, ausgerichtet von der „Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz“ unter Leitung von Gabriele Spelthahn für seine Verdienste geehrt.

Bekannt geworden ist der in Jerusalem lebende deutsch-israelische Jurist als stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann, einen der Hauptverantwortlichen für die Planung und Durchführung des Völkermords an den Juden im Zweiten Weltkrieg. Dieses außergewöhnliche Ereignis hat Bachs Leben grundlegend verändert, da er mit den Verbrechen der Nationalsozialisten unmittelbar konfrontiert wurde. Bach beschreibt den Prozess als „traumatisches Erlebnis“.

Schon als Kind musste der 1927 in Halberstadt geborene Bach die Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft über Deutschland und Europa erleben. Im Oktober 1938 emigrierte Bach mit seiner Familie nach Amsterdam. 1940, einen Monat vor der Invasion der Niederlande durch deutsche Truppen, buchte die Familie eine Passage nach Palästina. Neuer Wohnort war nun Jerusalem.

Nach dem Krieg studierte er in London Jura. Den Abschluss erlangte er 1949 mit einer Auszeichnung. 1961 wurde er zum Staatsanwalt ernannt und beteiligte sich als Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann, nachdem dieser in Argentinien gefasst worden war.

Das Overbacher Special, eine Veranstaltungsreihe des Fördervereins der Schule, war in 18 Jahren sehr erfolgreich. Die Organisatoren hoffen wieder auf regen Zuspruch. Den Zeitzeugen Gabriel Bach erleben zu dürfen, ist eine der letzten Gelegenheiten für junge und ältere Zuhörer, aus erster Hand etwas über die fürchterlichen Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands zu erfahren.

Die Veranstaltung findet in der Aula statt. Karten sind im Sekretariat des Gymnasiums erhältlich zum Preis von 5 Euro (Erwachsene) und 3 Euro .

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