Jülich - Zehntausende bejubeln die Tour im Jülicher Land

Zehntausende bejubeln die Tour im Jülicher Land

Von: -vpu-
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Das Hauptfeld auf der Großen Rurstraße in Jülich, die Zitadelle (Großleinwand oben) ist in aller Welt zu sehen. Die Geräuschkulisse begeisterter Fans war ohrenbetäubend. Foto: Uerlings
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Die Jülicherin Jenny Wuppermann im Team Dimension Data stoppte und überreichte Bürgermeister Axel Fuchs ein unterschriebenes Trikot.
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Selbst die Werbe-Karawane eineinhalb Stunden vor dem Tross mit den Radsportlern wurde vom Publikum jubelnd begrüßt. Foto: Kròl

Jülich. Die Begeisterung im Jülicher Land bei der Tour-de-France-Etappe am Sonntag war enorm. Zehntausende Menschen säumten die Strecke und veranstalteten vom Vormittag bis zum Eintreffen der besten Radsportler der Welt ein gigantisches Volksfest, das am frühen Abend mit dem Sprintsieg des deutschen Zeitfahrweltmeisters Marcel Kittel in Lüttich zu Ende ging.

Die Rechnung der Organisatoren ging auf: Obwohl das eigentliche sportliche Ereignis nur wenige Minuten dauerte, feierte das Jülicher Land eine regelrechte Tour-Party mit einer echten Besonderheit: Auf dem Teilstück von Titz über Mersch nach Jülich und Aldenhoven blieben die Straßen trocken.

„Tolles Erlebnis“, „Muss man mal gesehen haben“, „Ist was Besonderes“ – die befragten Zuschauer in Jülich waren durch die Bank begeistert. Auch die beiden, die wohl besonders zitterten, ob sich der enorme Aufwand mit hohem Polizei- und noch höherem Ehrenamts-Engagement gelohnt hat, waren schon vor der Ankunft der Sportler erleichtert, weil der Publikumszuspruch Stunden vorab überragend war.

„Das ist ein sensationelles Erlebnis und wird hervorragend angenommen“, sagte Bürgermeister Axel Fuchs erfreut. Auch Landrat Wolfgang Spelthahn zeigte sich „hochzufrieden“ und ordnete die Bedeutung in einer Talkrunde auf der Bühne neben dem Neuen Rathaus ein: „Hier sind 200 Medienteams im Einsatz. Die Zitadelle wird in alle Welt übertragen. Das ist unbezahlbare Werbung für Jülich und die Region.“

Das bewahrheitete sich kurz darauf: Als das Tour-Hauptfeld über die Große Rurstraße rauschte, erklärten die ARD-Kommentatoren die Bedeutung der größten Festung dieser Art nördlich der Alpen, und das Bauwerk wurde aus der Luft gezeigt. Kurz darauf war der napoleonische Brückenkopf zu sehen. „Eine der ganz wenigen französischen Festungen außerhalb Frankreichs“, wie Axel Fuchs informierte. Diese zweite Jülicher Festung hat der großen Freizeiteinrichtung nach der Landesgartenschau den Namen gegeben.

Der Marktplatz lag zwar etwas abseits der Tour-Strecke, doch auch hier war bis kurz vor Ankunft der Sportler einiges los. Dort präsentierten sich unter anderem Vereine, die Fachhochschule und die Verkehrswacht. Vor dem Neuen Rathaus stand eine Tribüne für geladene Gäste der Stadt. Gleich neben dem Verwaltungsbau war eine Bühne aufgebaut, die Kinderbelustigung, Live-Musik und Unterhaltung bot. Im Hintergrund befand sich ein Großbildschirm, auf dem Livebilder von der Tour de France zu sehen waren. Noch eine Nummer größer übertrug eine Video-Wall an der Ecke Große Rurstraße/Bahnhofstraße die Bilder.

Mit Jenny Wuppermann ist eine Jülicherin bei der Tour de France dabei, die in einem Vorab-Fahrzeug am Montag bei ihren Verwandten und Nachbarn kurz stoppte und am Neuen Rathaus noch einmal anhielt, um Bürgermeister Axel Fuchs ein Trikot ihres Teams Dimension Data mit den Unterschriften aller Fahrer zu überreichen.

Allein in Jülich waren mehrere hundert Helfer sowie Polizeibeamte und städtische Bedienstete im Einsatz. In einer ersten kurzen Bilanz sprach die Einsatzleitung von einem weitgehend reibungslosen Ablauf, obwohl der Verkehr für fünf Stunden stark beeinträchtigt war.

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