Zehn Flüchtlinge als Ehrengäste zum Jazzkonzert eingeladen

Von: Kr.
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Mit feinem Swing verwöhnte die Band „MachMaJaTzz“ im Kulturbahnhof ihr Jülicher Publikum. Foto: Król

Jülich. „MachMaJaTzz“ heißt die Düsseldorfer Band, die im Jülicher Kulturbahnhof den zahlreichen Jazzfreunden einen Swing-Cocktail servierte. Feine Bläsersätze und Improvisationen, wurden von der Rhythmusabteilung mit einer harmonischen Basis unterlegt.

„Wir haben uns überwiegend dem Swing der 30er und 40er Jahre verschriebe, und versuchen dieses „Swing-Feeling“ der damaligen Zeit mit einer kleineren Besetzung zu vermitteln“, sagte Bandleader Armin Schneider am Rande des Konzertes. Dabei verriet er folgendes Rezept: „Wichtig ist, das man gemeinsam anfängt und gemeinsam aufhört, dazwischen mixen wir eine feine Suppe.“

Aber ganz so einfach machen es sich die Musiker nicht. Mit dem Jülicher Les Webb, der Tenorsaxophon, Bassklarinette, Sopransaxophon oder Klarinette spielt, haben sie einen Arrangeur in ihren Reihen, der es meisterhaft versteht, den Big Band Sound von Swinggrößen wie Count Basie, Tommy Dorsey oder Duke Ellington auf eine kleinere Bläsergruppe individuell abzustimmen.

Ob Count Basies „Moten Swing“, der „C Jam Blues“ von Duke Ellington oder „Lady be Good“ von George Gershwin – die Band verstand es sehr gut, diese berühmten Standards des Jazz in ein neues und eigenes Gewand zu kleiden. Auch die weniger bekannten Stück kamen gut beim Publikum an.

Feine Bläsersätze, die genug Raum für Improvisationen ließen, wurden von der Rhythmusabteilung mit einer harmonischen Basis unterlegt. Man merkte es immer wieder, dass die Band sauber eingespielt ist. Sie zauberte im Verlauf des Abends das Swing-Feeling vergangener Jahre.

Die solistischen Ausflüge von Armin Schneider (Posaune), Waldemar Illinich (Trompete), Les Webb (Klarinette, Saxophon), Benedikt Schweflinghaus (Piano), Peter Schmidt (Gitarre), Peter Schmale (Bass) und Anatoli Alexeev (Schlagzeug) wurden immer wieder mit Szenenapplaus bedacht.

Der Jülicher Jazzclub setzte mit „MachMaJaTzz“ seine Konzertreihe erfolgreich fort. Mit einer schönen Geste empfahl sich der Club an diesem Abend, denn er hatte zehn Flüchtlinge zum Konzert und einem Getränk eingeladen.

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