Linnich - Zaun oder Pollerlösung ist am Schulhof die Frage

Zaun oder Pollerlösung ist am Schulhof die Frage

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Rektorin Susanne Kösters zeigt eine Risikostelle: Der Querweg vom Schulhof über den Lehrerparkplatz zur Hauptschule wird häufig überfahren. Foto: Jonel

Linnich. Die Linnicher Grundschule braucht einen Zaun. Von dieser Notwendigkeit ist die Schulpflegschaft des Grundschulverbundes überzeugt. Sie schließt sich damit den Argumenten der Elternvertretern an, die in dem zaunlosen Ist-Zustand ein bedenkliches Risikopotenzial sehen.

„Derzeit laufen die Schülerinnen und Schüler oftmals vom Schulhof auf den angrenzenden Lehrerparkplatz oder auf die Straße. Dort sei es schon zu vielen brenzligen „Beinah-Unfällen“ gekommen. Zudem würde eine Einfriedung dem Lehrpersonal die Pausenaufsicht auf dem Schulhof erleichtern, gerade auch im Hinblick auf „fortschreitende Inklusion“ und den erhöhten Unterstützungsbedarf von Kindern, die „die keine Begrenzung des Schulhofes erkennen und berücksichtigen können“.

Nicht zuletzt könnte eine Einfriedung verhindern, dass es zu „abendlichen Treffen von schulfremden Personen“ komme. Die Hinterlassenschaften dieser Treffen – Glasscherben und andere spitze Gegenstände – stellten ein hohes Gefahrenpotenzial für die Schülerinnen und Schüler dar.

Die Elternpflegschaft erinnerte daran, dass die Stadt vor der Umgestaltung des Schulhofes selbst einen komplett umlaufenden Zaun vorgesehen hatte. „Leider ist die Planung dann ohne Darlegung von Gründen (zumindest gegenüber der Elternpflegschaft) nicht realisiert worden.“

Kein Geld mehr übrig

Diese Begründung hatte die Stadt immerhin für die Mitglieder des Schulausschusses parat, der sich die Situation vor Ort genau anschaute. Trotz Aufstockung des Budgets Schulhofneugestaltung von 25.000 auf 52.000 Euro sei der Zaun nicht realisierbar gewesen. „In erster Linie sollten Spielmöglichkeiten geschaffen werden. Allein für einen Zaun entlang des Parkplatzes (Lehrerparkplatz, Anm. d. Red.) hatte der seinerzeit beauftragte Ingenieur Kosten von etwa 6600 Euro kalkuliert.“ Damals war noch mit einem zwei Meter hohen Stabgitterzaun geplant worden. Jetzt, nach der Forderung der Elternpflegschaft und des Grundschulverbundes, geht man von einem nur noch 1,43 Meter hohen Zaun aus – rund um den gesamten Schulhof.

Reaktorin Susanne Kösters, wissend um die Finanznöte der Stadt, hatte noch eine kostengünstigere Variante parat. Wenn zwei neuralgische Punkte entschärft würden, könnte auf die große Lösung Komplettzaun eventuell verzichtet werden. Der erste Knackpunkt ist der Lehrparkplatz. Den nutzen viele Eltern als Zubringer, um ihre Kinder an dem Zugangsweg zum Schulhof abzusetzen. Bei der Abfahrt rangieren die Autos allerdings genau über den Verbindungsweg, den die Grundschüler zur Offenen Ganztagsgrundschule im Hauptschulgebäude benutzen. Das könnte, so Rektorin Kösters, durch Abpollerung gelöst werden.

Eine ähnliche Lösung schwebte der Rektorin am Schulhofzugang im Bereich des Fußballkleinfeldes vor, also dort, wo besagte „schulfremde Personen“ auf den Schulhof fahren und dort parken. Susanne Kösters räumte allerdings auch ein, dass sich die Verhältnisse dort eindeutig gebessert hätten. „So, wie das jetzt ist – damit kann ich leben.“

In der Ausschusssitzung war man sich durch die Bank schnell einig: Die Verwaltung soll einmal beide Varianten – die große Lösung mit Komplettzaun und die kleine Lösung für den Parkplatz und die Zufahrt – kostenmäßig durchrechnen. Was davon umgesetzt werden soll, entscheidet der Schulausschuss. Das letzte Wort allerdings wird der Finanzausschuss haben. Er wird in den Haushaltsberatungen darüber befinden, ob für die gewünschte „Schulhofbaumaßnahme“ überhaupt Geld zur Verfügung steht.

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