Zauberhaftes Spektakel am Brückenkopf

Von: Nicola Gottfroh
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Spektakel am Brückenkopf: „Fauntastisch” waren die Darbietungen des Faun Stelzen Walk Acts. Foto: Gottfroh

Jülich. Einen wallenden „Zaubermantel”, ein großes Repertoire an Märchen, Sagen und Legenden und natürlich die Gabe, Geschichten spannend zu erzählen - Harry Rischar hat alles, was ein guter Märchenerzähler braucht.

Als er beim Indeland-Festival im Jülicher Brückenkopf-Park, bei dem sich alles um das Element Erde drehte, seine keltischen Sagen zum Besten gab, merkten die Zuhörer, dass dieser Mann mit der wundersamen Sagenwelt nicht nur tief verbunden ist, sondern sie auch selbst ein wenig verkörpert.

Im Zelt des Erzählers

In seinem „Zelt der Elemente” versammelten sich an den Festivaltagen nicht nur Kinder, um Geschichten wie „Flidias, Göttin der irischen Wälder”, bei der er die Zuschauer ins raue Irland entführte, zu lauschen.

In seinem Beduinen-Zelt, in denen es sich die Zuhörer auf Holztruhen, orientalischen Teppichen und weichen Fellen gemütlich machen konnten, gelang es ihm, seine Zuhörer mit aufregenden Sagen rund ums Thema Erde zu verzaubern, ließ sie gemeinsam staunen, nachdenken und Weisheit aus den Geschichten schöpfen.

„Ich habe mir im Laufe der Jahre mehr als 160 Geschichten angeeignet. Zum Festival der Elemente habe ich Geschichten um die Erde, Bäume, Wälder und Waldgeister mitgebracht. Ich hoffe, dass sie die Zuhörer genauso begeistern wie mich”, so Rischar. Noch während er die Geschichte von Flidias erzählte, tauchte hinter ihm eine Waldfee auf, die auf dem Weg zu den Kindern auf dem Spielplatz im Stadtpark war, um auch die Kleinsten zu verzaubern.

Im Vorbeigehen winkte sie den Zuhörern des Geschichtenerzählers zu, ein strahlendes Lächeln lag auf ihrem mit Efeuranken verzierten Gesicht.

Die Besucher erlebten beim Indeland-Fest eine besondere Inszenierung des Parkwaldes, des Festungsgebäudes und des Stadtgartens. An jeder Ecke weilten geheimnisvolle Waldwesen, um die Besucher in eine Fantasiewelt zu entführen. Das gelang ihnen zumindest bei den Kindern spielend leicht. „Kannst Du mich zu einer Prinzessin machen? Dann muss ich nicht zur Schule gehenÓ, bat die 6-jährige Lena eine Waldfee.

Markt wie im Mittelalter

Dieser Wunsch konnte ihr zumindest teilweise erfüllt werden. Auf dem mittelalterlich anmutendem Markt im Stadtgarten, bei dem zahlreiche Aussteller ihre meist handgefertigten Waren wie Schmuck, Seife, aber auch kulinarische Köstlichkeiten anboten, wurde sie 6-Jährige am Schminkstand zwar nicht in eine Prinzessin, aber doch in eine kleine Waldfee verwandelt. Auf der Hauptbühne des Parks könnten die Älteren derweil Tanzshows und Konzerte genießen, Musiker intonierten sphärische Klänge oder Irish Folk.

Einige hundert Meter weiter im Parkwaldbahnte sich der altgriechische Hirtengott Pan einem Weg durch das Parkdickicht, begleitet von seinen anmutigen Waldelfen. Ein visuelles Spektakel erlebte man beim „Fenix Theatre” die subtil Stillstand und Bewegung lebender Skulpturen darstellten.

„Fauntastisch” waren die Darbietungen des Faun Stelzen Walk Acts des ZickZack-Traumtheaters. Die Akteure wanderten auf meterhohen Stelzen und in einzigartige Kostüme gehüllt durch den Park. Um den bocksbeinigen Faunus, die Einhornfee und die grüne Nymphe Arkadia sammelten sich große Menschentrauben, um den schaurig-schönen Geschichten der Fabelwesen zu lauschen, untermalt von den magischen Rhythmen eines afrikanischen Stehharfenbasses. Bei Einbruch der Dunkelheit wartete auf die Besucher des Brückenkopf-Parks noch eine ganz besondere Faszination. Eine Lichtillumination des Parks- und Festungswalles tauchte die Live-Konzerte auf der Hauptbühne in ein passendes mystisches Licht.
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