WVER zum Hochwasserschutz: Maximalablass war unvermeidlich

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Den Hochwasserschutz an der Rur im Blick: Robert Steegmans (v.l.), Eva Savi (Stadt Jülich), Anwohner Ferdinand Schumacher Ortsvorsteherin Irene Fröhlich, Josef Wirtz MdL, Joachim Lange und Dr. Gerd Demy.

Altenburg. Auf Einladung von Irene Fröhlich, der Ortsvorsteherin von Altenburg, kamen Vertreter des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER), der Stadt Jülich sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz in den kleinen Jülicher Stadtteil, um über die jüngsten Hochwasserereignisse zu diskutieren.

Konkret ging es um die Frage, warum es keine Vorentlastung der Talsperren gab, bevor die Schneeschmelze einsetzte.

„Dass der Schnee auftaut und die Pegel ansteigen, war doch vorhersehbar”, erläuterte die Ortsvorsteherin die Kritik vieler Anwohner. Nach Auskunft der Fachleute vom Wasserverband war die Schneeschmelze allerdings nicht der Hauptgrund für die Hochwasserereignisse der letzten Wochen. Man habe es sogar geschafft den Schnee vollkommen aufzufangen ohne Auswirkungen auf den Unterlauf der Rur.

Ausschlaggebend sei vielmehr gewesen, dass es bereits im November starke Niederschläge gab und auf die Schneeschmelze noch mehrere Tage Dauerregen folgten. Der WVER sei dadurch gezwungen gewesen, die maximal mögliche Wassermenge aus den Talsperren abzulassen. Nur so habe ein unkontrolliertes Überlaufen, was mit unvorhersehbaren Schäden einhergegangen wäre, verhindert werden können.

Betriebsplan flexibilisieren?

Josef Wirtz fragte an, ob solche Situationen durch eine Flexibilisierung des Betriebsplans der Talsperren, abgemildert oder sogar vermieden werden könnten. In Anbetracht der häufiger werdenden Extremwetterlagen werden allerdings schon jetzt ständig kleinere Anpassungen vorgenommen, versicherten die Fachleute vom WVER.
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