„Wurzeln“ sind im Jülicher Boden verankert

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Väterchen Frost und seine Begleiterin Snegurotschka werden in der Neujahrsnacht sogar im Fernsehen zu bewundern sein. Foto: Wyrwich

Jülich. Der russisch-deutsche Verein „Wurzeln“ wurde vor fünf Jahren in Jülich gegründet. Der Hauptgrund für die Gründung des Vereins war der Wunsch, russischsprechende Bürger zusammen zu führen und eine russische Schule für Kinder zu gründen.

Eine große Unterstützung bei der Umsetzung dieses Vorhabens erhielt der Verein von Anfang an von der VHS Jülich, in deren Räumen auch der Unterricht der russischen Schule stattfindet.

Beim Feiern des ersten Jubiläums, des fünfjährigen Bestehens, kann „Wurzeln“ große Erfolge verzeichnen. Der Verein zählt mehr als 40 Familien, in der russischen Schule lernen in fünf Gruppen 42 Kinder. Den Unterricht erteilen hochqualifizierte und hochmotivierte Lehrerinnen.

Kinder und Eltern lernen

Aber auch die Eltern werden nicht vergessen. Während die Kinder Russisch lernen, vervollkommnen die Erwachsenen ihre Deutschkenntnisse bei einem geschätzten Pädagogen, der auch die russische Sprache perfekt beherrscht und auf eine langjährige pädagogische Tätigkeit in einem Jülicher Gymnasium zurückblicken kann. Für kreativ interessierte Mitglieder wurden ein Handwerkerinnen-Klub und ein Foto-Klub gegründet.

Der Verein nutzt alle Gelegenheiten, die die Stadt Jülich ihm bietet, um die Jülicher Mitbürger mit den Kulturen der Regionen bekannt zu machen, aus denen die russisch sprechenden Bürger stammen. So wurde in der Jülicher Stadtbibliothek Ukrainische Weihnachten gefeiert nach ukrainischen Sitten und Bräuchen, mit Gesang und traditionellen Gerichten. In der VHS hatte der Verein ein gemütliches Beisammensein mit den Jülicher Bürgern. Russische Köstlichkeiten, traditionelle Speisen und Gerichte kann man bei den Jülicher Festen der Kulturen verkosten.

Der Verein „Wurzeln“ bemüht sich, nicht nur die Muttersprache, sondern auch russische Kultur zu pflegen. Die traditionellen Feste und Feiertage erfreuen sich bei den Vereinsmitgliedern einer großen Beliebtheit. Einen besonderen Platz nimmt dabei das Neujahrsfest, das Jolka-Fest, ein. Für zwei Vorstellungen Ende Dezember wurden die Eintrittskarten binnen einiger Tage vergriffen. Zum Jolka-Fest mit dem Väterchen Frost kommen Familien nicht nur aus Jülich, sondern auch aus Aachen, Köln, Erkelenz, Mönchengladbach. In diesem Jahr kommt Väterchen Frost zu den Kindern am 19. Dezember in den Jülicher Kulturbahnhof. Aber auch für Erwachsene am Abend bereitet er seine Überraschungen vor.

Sehr erfreulich für den russisch-deutschen Verein ist, dass auch das Fernsehen von ihm Kenntnis nimmt. Väterchen Frost und seine Begleiterin Snegurotschka wurden von RTL für die Aufnahmen einer Neujahrssendung eingeladen, und zwar für die ultimative Chart Show, eine Sendung, die bundesweit in der Neujahrnacht um 23.15 Uhr ausgestrahlt wird.

Wunsch

Ein Wermutstropfen bleibt dennoch bei all den Erfolgen – ein fehlender Vereinsraum, in dem man sich treffen, Veranstaltungen abhalten, Gäste empfangen könnte…

„Wir wären allen dankbar, die bereit wären, uns dabei zu unterstützen und vielleicht sogar zu unseren Sponsoren werden“, heißt es von Vereinsseite.

Alle, die mehr über den Verein erfahren möchten, sind eingeladen, am Samstag,30. Januar 2016, das 5. Jahr des Bestehens des Vereins mit zu feiern, und zwar in der Volkshochschule Jülich von 12 bis 17 Uhr.

In einer angenehmen Atmosphäre können die Gäste die Mitglieder des Vereins kennenlernen, sich Bastelarbeiten und Zeichnungen unserer Kinder ansehen sowie die Ausstellungen der Künstlerinnen Olga Peters und Iryna Schumacher besuchen.

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