Wunderbares Picknick im prächtigen Renaissancegarten

Von: ptj
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Genossen Musik, Atmosphäre und das Picknick: Yasmin und Oliver Schöb reisten aus Bonn zum herzöglichen Picknick im Renaissancegarten der Zitadelle an. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wahnsinn, was die hier leisten!“ Solcherlei lobende Worte waren immer wieder zu hören bei der Feier zum 500. Geburtstag des Renaissancefürsten Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg. Sie galten sowohl dem erhabenen Geburtstagskonzert und seinem Veranstalter, dem Museum Zitadelle als auch dem anschließenden Picknick in harmonischer Atmosphäre im Renaissancegarten, für das die städtische Stabsstelle Stadtmarketing verantwortlich zeichnete.

 „Die Ecke hier ist ein totales Juwel. Man muss nur mal die Initiative ergreifen und hier was veranstalten“, betonte eine Besucherin, die mit ihrem Begleiter das Glas auf das Geburtstagskind erhob.

Gleich im Anschluss an das Konzert warteten bereits Gäste in einer Schlange vor „Fräulein Sahne‘s Pop-up Café“, ein Wohnwagencafé in Kooperation mit der Kaffeerösterei „Beans & friends“. Dort gab es neben Kaffee und Wein Herzhaftes und Desserts. Etwa Pastrami-Sandwiches, Tomaten-Schnitten oder das portugiesische Blätterteigtörtchen „Pastel de Nata“, aber auch Orangen-Tarte mit Baiser, Apfelstrudel mit Vanillesauce oder selbst gebackene Plätzchen in Zitadellenform. Obwohl gleich zu Beginn jemand die Sorge hegte, es gäbe „nicht genug zu essen“, bestand zu keiner Zeit die Gefahr, dass beim Picknick jemand verhungerte. Im schönsten Sonnenschein nahmen die Geburtstagsgäste an den aufgestellten Bierzeltgarnituren oder auf einer Picknickdecke auf der grünen Wiese Platz.

So handhabten es Yasmin und Oliver Schöb, die eigens zur Veranstaltung aus Bonn angereist waren. „Weil die Ankündigung so schön klang und natürlich wegen des (Ausnahme)Konzerts“, begründeten sie ihren Entschluss. Auf Anfrage betonten sie, sie seien keinesfalls enttäuscht, „im Gegenteil“. Eine Gruppe von fünf Frauen in Feierlaune hatte eine Kühltasche im Gepäck und groß aufgefahren. Es gab Brötchen, Pastete, Salat, Obst und Gebäck und natürlich knallten die Sektkorken. Das „Duo Seraphim“, das sich auf alte Musik spezialisiert hat, untermalte das harmonische Treiben im Renaissancegarten mit den wundervoll poetischen und farbenreichen Melodien aus dieser Kulturepoche – quer durch die unterschiedlichen europäischen Stile. Mit dem warmen Klang der Traversflöte, Vorgängerin der heutigen Querflöte, verzauberte Flötistin Britta Hauenschild. Die zarten Töne der Renaissance-Laute in Quarz/Terz-Stimmung und die der fünfsaitigen spanischen Vihuela brachte Andreas Düker zum Erklingen.

Bis auf interessierte Fragen auswärtiger Gäste und die Fachsimpeleien einiger Historiker waren geschichtliche Aspekte weniger Gesprächsthema unter den Picknickgästen. Gerne gab aber Dr. Peter Nieveler Interessierten Einblicke in das Erscheinungsbild der Zitadellenanlage, wie sie sich in seiner Kindheit präsentierte. „Man kam hier bis 1944 gar nicht rein, hier war Militärgebiet vom Nordeingang bis zur Artilleriestraße“, erläuterte er unter anderem. Das erste größere Fest nach dem Krieg habe der ehemalige Jülicher Männergesangverein 1951 auf dem Schlossplatz gegeben.

Um kurz nach 15 Uhr unterbrach ein Regenschauer das gut gelaunte Treiben. Gegen 17 Uhr zwangen längere und heftigere Regenfälle doch zum endgültigen Abbruch.

Insgesamt gesehen wird eine sehr harmonische Geburtstagsfeier mit erstklassiger Musik, ein paar Stunden sogar bei idealem Wetter, in guter Erinnerung bleiben.

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