Wunderbares Konzert in Körrenziger Kirche

Von: Kr.
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Einen wunderbaren Konzertabend bescherte das Palm Concertino den zahlreichen Musikfreunden in der Alten Kirche Körrenzig. Foto: Kròl

Körrenzig. Warum in die Ferne schweifen, sagten sich die Organisatoren der Veranstaltungsreihe „Kultur Alte Kirche Körrenzig“, hat man doch mit dem in Jülich lebenden Organisten Stefan Palm einen herausragenden und international bekannten Musiker direkt vor der Haustür.

Der Vorstand des Vereins „Rettet die Alte Kirche Körrenzig“, der diese Konzertreihe ausrichtet und als Kooperationspartner die Entwicklungsgesellschaft Indeland gewinnen konnte, nahm den Kontakt auf. Palm zeigte sich sehr angetan von der Atmosphäre und Akustik des so liebevoll restaurierten alten Gotteshaus. Doch Palm kam nicht alleine. Er brachte seine Musikerkollegen mit, mit denen er seit zehn Jahren im Palm Concertino zusammenspielt.

Sie alle sind ebenfalls hervorragende Musiker und Musikerinnen, die sich nicht nur im Ensemble wunderbar ergänzen, sondern auch als Solisten zu überzeugen wissen. Außerdem wurde das Palm Concertino an diesem Abend durch die beiden Solistinnen Laura Palm (Violine) und Stefanie Sassenrath (Oboe) bereichert. Die Musikfreunde erwartete also ein wunderbarer Konzertabend in einer schönen Umgebung, und sie wussten das auch durchaus zu schätzen.

Sehr gut besucht war trotz der sommerlichen Hitze die alte Kirche. Die hohen Erwartungen der Musikliebhaber wurden gewiss nicht enttäuscht, im Gegenteil: Sie wurden noch übertroffen. Es war wieder einmal ein einzigartiges Erlebnis, das Stefan Palm und seine Musiker boten.

Sommerliche Musik hatte das Ensemble für diesen Abend zusammengestellt und Stücke ausgewählt, denen auch die Akustik im Kirchenraum entgegenkam. Eigens für diesen Abend hatte der Veranstalter eine Truhenorgel von Orgelbauer Martin Scholz aus Mönchengladbach ausgeliehen. Und so begann das Konzert mit Georg Friedrich Händels Konzert Nr.1 in g für Orgel und Orchester op.4.1. Johann Sebastian Bachs Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1041 bildete die gelungene Fortsetzung, bei der auch die Solistin Laura Palm die Zuhörer begeisterte. Vor der Pause erklang das Concerto für Oboe von Benedetto Marcello. Mit begeistertem Applaus bedankte sich das Publikum beim Ensemble und der Solistin Stefanie Sassenrath.

Man konnte förmlich die glühende Hitze in Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ Sommer spüren, mit dem es nach der Pause weiterging, und man hörte das Konzert der Vögel heraus, den Kuckuck und den Distelfink, die Käfer und Grashüpfer, die der Komponist in dieses Stück zum Leben erweckte.

Mit Spannung aber hatten die Zuhörer Händels Konzert Nr.13 in F-Dur für Orgel und Orchester HWV 295 „Kuckuck und Nachtigall“ erwartet, das diesem Konzert auch seinen Titel gegeben hatte und das den glänzenden Abschluss eines wunderbaren Konzertes bildete. Doch trotz der mittlerweile deutlich gestiegenen Temperaturen in der alten Kirche ließ das Publikum die Musiker nicht ohne Zugabe ziehen. So erklang zum Schluss noch einmal Bach.

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