Wunderbarer Abend mit dem Amaryllis Quartett

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Jülich. Die Jülicher Schlosskonzerte entwickeln sich zu einem Geheimtipp in der Musikszene der Region. Inzwischen sind die Qualität der Konzerte, die Professionalität der Künstler und die Ausgewogenheit in der Programmgestaltung über Jülichs Grenzen hinaus bekannt.

Dies wurde bei dem zweiten Schlosskonzert in der Abo-Reihe an dem Besucheransturm deutlich. Es gastierte das Amaryllis Quartett, das allein schon in seiner hochqualifizierten Besetzung für einen wunderbaren Konzertabend steht: Gustav Frielinghaus und Lena Wirth (Violine), Lena Eckels (Viola) und Yves Sandoz (Violoncello).

Das Programm des Abends bot diesem Quartett in seiner Formation alle Möglichkeiten, den Werken gerecht zu werden und sie dem Publikum hautnah zu vermitteln.

Die fünf Sätze des Streichquartettes von Anton Webern, komponiert 1909, sind eine musikalische Aussage Anton Weberns über das unbedingt Wesentliche. Er verzichtet auf die klassischen Formen weitestgehend, gestaltet aber ungewöhnlich farbig und fantasiereich.

Diesem Anspruch des Komponisten zollten die Musiker völligen Respekt und musizierten engagiert und präzise. Die klanglichen Möglichkeiten der Instrumente wurden voll ausgenutzt.
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