Workshop der Bläservielharmonie: Ein „Urlaub am Meer“ für das Publikum

Von: ptj
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Rekordbeteiligung im Workshop: 60 Blasmusiker alles Altersklassen bringen ein erstklassigen Konzert auf die Bühne unter der Konzertmuschel. Foto: Jagodzinska

Jülich. Das bereits mit Spannung erwartete Abschlusskonzert des Workshops „Blasorchester im Big Band Rausch“ machte diesmal thematisch „Urlaub am Meer“. Es startete vor vielen gut gelaunten Zuhörern, darunter viele Familien, unter der Konzertmuschel der Hauptbühne im Brückenkopf-Park unter Leitung von Martin Schädlich mit dem „Little Mermaid Medley“ aus der Feder von Alan Merken.

Takashi Hoshide hat das Medley aus den drei beliebtesten Stücken der Filmmusik zum bezaubernden Disney-Zeichentrickfilm „Arielle, die Meerjungfrau“ arrangiert, und mit Arielles sehnsuchtsvoller Ballade „Part of Your World“ abgerundet. Mit kräftigem Applaus honorierte das Publikum von Anfang an die anerkennenswerte Leistung, „so viele Leute aus unterschiedlichen Levels in so kurzer Zeit auf ein Niveau zu bringen“, wie Konzertbesucherin Anja Königs aus Herzogenrath es treffend ausdrückte. „Das ist schon großes Kino“, setzte sie nach.

Die Rede ist von 60 Musikern aller Altersstufen, die sich vier Tage lang in Kleingruppen und im Orchesterverband in der Musikschule auf das gut einstündige Konzert vorbereitet hatten. Im Anschluss an den geschmeidigen Jazz-Klassiker „Beyond The Sea“ von Charles Trenet gestalteten feurige Bläser, begleitet vom Klappern der Kastagnetten und rhythmischem Klatschen eindrucksvoll die spanische Fantasie „Mar i Bel“ von Ferrer Ferran. In der Anmoderation dieses Stückes verkündete Schädlich auch bereits das Motto des Workshops 2018, nämlich „Viva las Ferias“.

Zu einer musikalischen „Verschnaufpause“ lud Schädlich mit „Biscaya“ von James Last ein und zwar in einer selbst arrangierten Blasorchesterversion, denn das Stück gab es bislang nur für Akkordeon. Mit der sinfonische Rockouvertüre „Stockholm Waterfestival“ von Luigi die Ghisallo führte die musikalische Wasserreise weiter nach Schweden. Das Stück fängt zunächst die Stimmung der namengebenden Stockholmer „Wasserfestspiele“ ein, die mit vielen Trillern den Zauber der Altstadt mit ihren vielen Springbrunnen beschreibt. Kern des Konzertwerkes ist die humorvoll festgehaltene Jungfernfahrt des Kriegsschiffs Wasa, denn es sank bereits zu diesem Anlass.

Im nächsten Stück „lichteten die Musiker die Anker, machten die Leinen los“ und durchlebten noch einmal den Werdegang der ebenfalls gesunkenen Titanic im gleichnamigen Werk von James Horner, arrangiert von Calvin Custer. Die begeisterten Zuhörer spürten das Drama der Seenot und verharrten im abschließenden Liebeslied „My Heart Will Go On“. Weil „zum Meer auch ein U-Boot gehört“, folgte der Song „Yellow Submarine“ von John Lennon, in einem „komplett eigenen Arrangement von R. Koroku“ mit triumphaler Einleitung.

Das letzte Stück, „Westerland“ von den „Ärzten“, war ein Wunsch Schädlichs, das es abermals nicht als Blasorchesterversion gab. Posaunist Johannes Meures aus dem unterstützenden Dozenteam hatten es entsprechend erstklassig arrangiert.

Weitere helfende Hände im Workshop der „Bläservielharmonie Hambach“ in Zusammenarbeit mit der Musikschule Jülich und finanziell gefördert durch den Kreis Düren, waren Anna-Christina Kleinlosen, Dirigentin der „Bläservielharmonie“, Birgit Bergk, Leiterin der Musikschule Aldenhoven und Trompeter Klaus Luft. Auf den frenetischen Applaus des Publikums machten sich die Musiker mit entsprechenden Accessoires fertig für „Tauchgänge im Meer“ und spielten als Zugabe „Best of the Beach Boys“ und ein zweites Mal das tolle „Westerland“.

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