Jülich - Wohnraumgestalter fürs Alter

Wohnraumgestalter fürs Alter

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
11293242.jpg
Marlies Keil (Mitte), Vorsitzende des Seniorenbeirates, hatte Doris Braun (links) und Reinhold Feron (rechts) von der Wohnberatungsstelle des Kreises Düren, eingeladen, um zum Thema barrierefreies Wohnen zu referieren. Foto: Kròl

Jülich. Nur etwa zwei Prozent der Wohnungen in NRW sind barrierefrei und damit behinderten gerecht. Dabei werden die Menschen immer älter und wollen so lange es irgendwie möglich ist, in den eigenen vier Wänden bleiben.

„Die Wohnung muss sich ihren Bedürfnissen anpassen und nicht umgekehrt“, erklärte daher auch Doris Braun vom Amt für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren des Kreises Düren, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Reinhold Feron vom Amt für Recht, Bauordnung und Wohnungswesen die Wohnberatungsstelle des Kreises Düren betreut.

Seit 2011 gibt es diese Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung und sie begleitet Ratsuchende auf dem Weg zu einer barrierefreien Wohnung, die es ihnen ermöglicht trotz körperlicher Einschränkung in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Sie besuchen die Senioren zu Hause, sehen sich um, weisen auf Hilfsmittel zur Erleichterung des Alltags hin, beraten bei Umbaumaßnahmen sowie über Finanzierungsmöglichkeiten. Auf Einladung des Seniorenbeirates der Stadt Jülich waren sie nun im Neuen Rathaus in Jülich zu Gast, um im Rahmen der Themenreihe „Leben im/mit dem Alter“ ihre Arbeit vorzustellen.

Konkrete Ratschläge konnten sie natürlich nicht geben, denn immer muss individuell überlegt und geplant werden, wo und wie Hindernisse aus dem Weg geräumt werden können. Anhand einiger Bilder zeigten sie aber, was möglich ist, wie man vorgehen könnte, wie beispielsweise ein optimaler Eingangsbereich auszusehen habe. Sie rieten auch frühzeitig Stolperfallen wie Teppiche und ähnliches wegzuräumen. „Ein Badumbau ist meist die erste Maßnahme, gefolgt von der Treppe“, erklärten sie ihren Zuhörern und lieferten auch hier einige Beispiele.

Ob nun eine Rampe die Lösung ist, ein Plattformlift oder besser ein Treppenlift, solche Fragen müssen stets vor Ort geklärt werden. Oft, so meinten sie, sind es nur Kleinigkeiten wie ein Handlauf, der angebracht werden muss, die das Leben erleichtern. Kommt es aber zu größeren Maßnahmen, kann, falls der Betreffende bereits eine Pflegestufe hat, ein Zuschuss in Höhe von 4000 Euro bei der Pflegekasse beantragt werden. Außerdem vergibt das Land NRW Darlehen mit einem Zinssatz von 0,5 Prozent für solche Umbaumaßnahmen.

Über all dies informiert die Wohnberatungsstelle und kommt auf Anfrage kostenlos ins Haus. Doris Braun und Reinhold Feron stehen auch Rede und Antwort, wenn es sich bei dem Zuhause um eine Mitwohnung handelt. Auch da gibt es Mittel und Wege, sie barrierefrei zu machen. Kontakt zu den beiden Mitarbeitern kann aufgenommen werden über die Kreisverwaltung Düren oder direkt: Doris Braun, Telefon 02421/22-1525, per E-Mail: amt50@kreis-dueren.de Reinhold Feron, Telefon 02421/22-2707 oder amt63@kreis-dueren.de. Kr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert