Woga wird ein „heißes Thema”

Von: gep
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Aldenhoven. Wegen der Wohnungsverwaltungsgesellschaft Aldenhoven GmbH (Woga) gibt es Ärger. „Das wird ein heißes Thema”, heißt es im Gemeinderat.

So wird der Geschäftsleitung vorgeworfen, dass die Mieten in der Frauenrather Straße nicht wie geplant zum 1. Januar um 20 Prozent erhöht werden könnten, weil Form- und Fristvorschriften nicht beachtet worden seien.

Zudem läge, so heißt es in Ratskreisem, die Bilanz für 2009 noch immer nicht vor. „Das geht so nicht”, kritisiert ein Ratsmitglied. Denn es gibt eine klare Regelung im Handelsgesetzbuch (HGB). Der Jahresabschluss ist grundsätzlich innerhalb der ersten drei Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres aufzustellen (§ 264 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Für kleine Gesellschaften verlängert sich diese Frist auf bis zu sechs Monate, wenn die spätere Aufstellung einem ordnungsgemäßen Geschäftsgang entspricht (§ 264 Abs. 1 Satz 3 HGB). Sofern der Jahresabschluss nicht aufgestellt wird, setzt das Registergericht auf Antrag ein Zwangsgeld fest (§§ 335 Satz 1 Nr. 1; 335b HGB). Das Gericht „dürfte aktiv werden”. erwartet ein anderes Ratsmitglied.

Geschäftsführer der Woga sind Hans Schröder, Christdemokrat und Ex-Bürgermeister, der durch die neue Mehrheit aus SPD, Freier Wählergemeinschaft (FWG) und FDP bestellt worden ist, und Hans Forst, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes.

Die Geschäftsleitung wird nun zur Ratssitzung am 11. Januar ins Rathaus „zitiert”, wie es hieß. Der Schaden durch die Mietmindereinnahmen soll sich auf etwa 1000 Euro im Monat belaufen. Aus anderer Quelle hieß es, der Schaden in vollem Umfange sei „noch nicht abzusehen”.

Beschlossen war im Rat, die Woga-Häuser in der Propstei-Straße und in der Von-Goer-Straße zu verkaufen, um mit dem Erlös die Immobilien in der Frauenrather Straße zu sanieren. Dabei sollten die Gebäude auch einzeln und nicht mehr nur im Paket veräußert werden.

Zum Bestand der 100-prozentige Tochtergesellschaft der Kommune gehören 46 Wohneinheiten in der Frauenrather Straße, acht Wohnungen in der Propsteistraße und 16 Einheiten in der Von-Goer-Straße.

Die Woga war und ist ein Streitthema in der Aldenhovener Politik. So wollte die CDU vor einigen Jahren die Häuser verkaufen, da es „definitiv Interessenten” gegeben habe. Danach wären die Immobilien im Paket übernommen worden, sozialverträglich bewirtschaftet und unter Einsatz von Städtebau-Fördermittel und mit Nutzung regenerativer Energien renoviert worden. Dies aber sei dann an der Preisforderung der Woga, die sich „jenseits von Gut und Böse” bewegt habe, gescheitert, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen stets.

Zugleich hatte Paffen seinerzeit im Rat kritisiert, dass ausgerechnet der Bestand Propsteistraße, der „gut in Schuss” sei, veräußert werden solle.
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