Wölflinge putzen Schuhe für den guten Zweck

Von: bro
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Die Wölflinge des Pfadfinder-Stammes St. Sales sammeln mit ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion für eine Organisation in Kolumbien. Foto: Broderius

Jülich. Schuhe putzen für gemeinnützige Projekte in Kolumbien: Die „Wölflinge“, die jüngste Stufe des Pfadfinder-Stammes Franz von Sales in Jülich, trotzten der nebligen Kälte des Samstagmorgens und scheuten sich nicht, so viele Passanten wie möglich auf ihre Schuhputz-Aktion aufmerksam zu machen. Und wer keine Schuhe geputzt haben wollte, der konnte auch so spenden.

Mit selbst beklebten Spendendosen und Plakaten liefen die Sieben- bis Zehnjährigen die Fußgängerzone vor der Buchhandlung Fischer auf und ab und kamen schon bald mit klirrenden Dosen und ersten Erfolgen zurück.

„Wir bekommen jedes Jahr echt gut was zusammen“, sagt Sabine Thiel, die mit Barbara Lafos-Teschers die Wölflingsstufe leitet. „Die Organisationen sind immer überrascht über die Summen.“ Dieses Jahr soll die gemeinnützige kolumbianische Organisation „Corporación Sueños Especiales“ unterstützt werden. Durch die Partnerschaft des Bistums Aachen mit Kolumbien werden bereits seit vielen Jahren Freiwillige im Rahmen des Sozialen Dienstes für Frieden und Versöhnung nach Kolumbien entsandt. Aus diesem Freiwilligendienst heraus entstand die Organisation, die Sozial-, Kultur-, Sport- und Bildungsprojekte in Kolumbien initiiert.

Eine ehemalige Pfadfinderin aus der ältesten Stufe – „die Rover“ genannt – verrichtet im Moment einen Freiwilligendienst mit dieser Organisation in Kolumbien und hatte ihren ehemaligen Pfadfinder-Stamm um Unterstützung des Projekts gebeten. „Wir haben sofort zugestimmt. Ich finde das toll, dass Ehemalige auch weiterhin soziale Verantwortung zeigen und solch ein Jahr investieren, um anderen zu helfen. Dadurch sehen die Kinder, dass nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird. So hat das Geld, das sie sammeln, einen direkten Bezug“, so Barbara Lafos-Teschers. Wichtig war den beiden Stufenleiterinnen, dass die Kinder auch wissen, wofür sie Spenden sammeln.

„In den letzten Wochen haben wir viel über Landeskunde und über Kolumbien gemacht“, so Thiel. Daneben sei aber auch darüber gesprochen worden, wie man am besten Fremde anspricht und wie man auf Ablehnung reagiert – auch wenn Ablehnung an diesem Tag nicht so eine große Rolle spielte. „Die Menschen sind sehr freundlich und spendabel. Das macht den Kindern natürlich um so mehr Freude“, beobachtet Lafos-Teschers.

„In unseren wöchentlichen Treffen geht es nicht nur um Bespaßung, sondern eben auch um Inhalte, soziale Kompetenz und den bewussten Umgang mit Umwelt und Ressourcen. Wir fördern Persönlichkeiten, sind aber alles andere als eine Leistungsgesellschaft“, betont sie. Das sei elementar für die Pfadfinder, die zweimal im Jahr auf Reisen gehen. Nächsten Sommer soll es in ein Sommercamp nach Dänemark gehen.

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