Ameln - Wo die Köpfe rollen: Salatanbau ist eine Kunst für sich

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Wo die Köpfe rollen: Salatanbau ist eine Kunst für sich

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Etliche Salatzüchter pflegen den regelmäßigen Austausch: Hier wird der Unterglasanbau bei Ari Wooning in Ameln besichtigt. Foto: Jagodzinska

Ameln. „Man kann nur dazulernen, wenn man sich austauscht”, sagen Werner Osterkamp und Theo Reintges von der Landwirtschaftskammer NRW. Deshalb versammeln sich in regelmäßigen Zeitabständen diverse deutsche und holländische Gemüsezüchter und Vertreter der Kammer, um in großer Runde etliche Betriebe zu besichtigen und Fachinformationen zu bewerten.

Denn: „Es ist eine Kunst, mit so geringem Aufwand wie möglich, unter Einhaltung der Vorgaben qualitativ hochwertige, schädlingsfreie und unbelastete Ware zu produzieren”, sagen die beiden Fachleute zusammengefasst.

Zurzeit befinden sie sich auf ihrer Rundreise durch allein 15 deutsche Salatanbaubetriebe in der Treibhausanlage von Ari Wooning in Ameln.

Wooning baut im Sommer als Zwischenkultur Salatgurken unter Glas an, im Frühjahr und Herbst zieht er Kopfsalatpflanzen in Erde, rund 180.000 Exemplare pro Kultur.

Er ist Sprecher gegenüber der Vermarktungsgesellschaft Gardia und wird von den Vertretern der Körperschaft als „Vollblutgärtner mit Leib und Seele” beschrieben. Wooning betont: „Es ist Knochenarbeit, um 6 Uhr morgens auf den Knien bei optimalen 1 bis 2 Grad Salat zu schneiden, damit er schön frisch in die Kisten kommt.” Und in Deutschland ist alles bis ins „i-Tüpfelchen” geregelt.

„Das heutige Gesetz ist zwar gut, aber weit überzogen”, meint Reintges: „Auch vor 20 Jahren haben Gärtner gesagt, ich steh mit meinem Namen für meine Produkte gerade”, setzt er nach. „Die von der Vermarktungsgesellschaft geführten Kontrollsysteme QS (Qualität und Sicherheit) oder Eurep-Gap (Euro retailer production groop /good agriculture practice) stellen hohe hygienische Anforderungen im Umgang mit der Salatpflanze, zum Beispiel die Hände zu waschen und nicht zu rauchen.”

Erwähnenswert ist, dass die belieferten Lebensmittelketten die strengen gesetzlichen Vorgaben oft noch übertreffen: So verlangen etwa die Metro, Rewe, Aldi/Norma oder Plus, ihre Waren dürften höchstens 70 Prozent der gesetzlich geforderten Spritzmittelmenge aufweisen, Lidl und Kaufland bestehen gar auf 33 Prozent. Andere Discounter fordern weitere Begrenzungen der eh schon streng geregelten Wirkstoffanzahl.
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