Wird Jülicher Börde Leader-Region der EU?

Von: hfs./gep
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Titz. Die Anrainer-Kommunen der Braunkohlentagebaue wollen sich zu einer „Leader-Region“ zusammenschließen, um an Fördergelder der EU für die ländliche Entwicklung zu kommen. Über das Land NRW stünden den Kommunen der neuen Leader-Region „Jülicher Bördelandschaft“ dann zusätzliche Fördergelder bis zum Jahre 2020 zur Verfügung.

Den grundsätzlichen Beschluss, dieser Leader-Region beizutreten, hat der Titzer Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung gefasst. Bürgermeister Jürgen Frantzen sagte, als Kommune einer Leader-Region habe Titz dann die Möglichkeit, teilweise auf eine Förderquote von bis zu 80 Prozent und auf eine höhere Förderquote bei der Dorferneuerung zu kommen.

Neben Frantzen haben sich auch die Bürgermeister von Langerwehe, Eschweiler, Aldenhoven, Merzenich, Niederzier, Inden, Jülich und Linnich sowie der Landrat des Kreises Düren dafür ausgesprochen, eine Leader-Region zu bilden. Die Gemeinden Vettweiß und Nörvenich sind „trotz des Anratens“ durch den Kreis ausdrücklich nicht an einer Kooperation interessiert.

Die Bewerbung muss bis September 2014 vorliegen. Landrat Wolfgang Spelthahn verweist besonders auf die „durchweg positiven Erfahrungen“ mit der Leader-Region Eifel.

Das Programm habe „einen ganz entscheidenden Beitrag für die Fortentwicklung“ der dortigen Städte und Gemeinden geleistet.

Während der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 stehen in NRW mehrere Millionen Euro aus EU-Mitteln, welche von Land und Bund kofinanziert werden, für Leader-Projekte zur Verfügung.

Leader ist Teil des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), auf den auch landwirtschaftliche Betriebe Zugriff haben.

Das ELER-Schwerpunktprogramm „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ fördert einen integralen Regionalentwicklungsansatz, der Sektor übergreifend zur Steigerung der ländlichen Wirtschaftskraft beitragen soll und Teil des Programms Ländlicher Raum NRW 2014 bis 2020 ist. Dabei verfolgt Leader, so heißt es nachdrücklich, das Ziel, alle Bürger einer Region aufzurufen, sich mit ihren Projektideen in den Entwicklungsprozess einzubringen, da die Menschen vor Ort ihre Region am Besten kennen.

Zentrale Themen sind nach Angaben Frantzens Miteinander der Generationen, Mobilität, Energie, Versorgung, Kultur, präventive Politik vor allem in Bezug auf Integration, Jugendförderung sowie ländliche Lebensqualität/Dorfentwicklung. Nach Angaben der Bezirksregierung Köln haben die beiden Leader-Regionen Eifel und Selfkant in der Förderperiode 2007 - bis 2013 mehr als 2,6 Millionen Euro von der EU erhalten. Nach dem Willen der Landesregierung soll es in der neuen Förderperiode deutlich in NRW mehr Teilnehmerregionen geben – rund 18. Der Kreis Düren spricht sogar von bis zu 24 Regionen.

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