Wird der Tagebau für die Gemeinde Titz zum Risiko?

Von: hfs.
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Titz. Für den Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Grüne, Christian Waldrich, stellt der Braunkohletagebau zunehmend „für Titz ein Risiko dar.“ Dies machte er jüngst in seiner Etatrede deutlich.

„Vor unseren Toren liegt eine sterbende Industrie, und wenn wir nicht aufpassen, wird sie dort auch liegenbleiben und jahrzehntelang unsere wirtschaftliche und strukturelle Weiterentwicklung verpesten“, fürchtet er, auch wenn viele Entscheidungsträger gebetsmühlenartig das Mantra der noch jahrelang notwendigen Brückentechnologie vor sich hertrügen.

Dass auch der Titzer Etat künftige Belastungen durch „Altlasten“ wegen einer „jahrelangen Fehleinschätzung der Entwicklung auf dem Energiemarkt“ zu tragen habe, steht für Walderich außer Frage. So würden beispielsweise die Autobahnkreuze Holz und Jackerath sowie eine komplette Autobahn neu errichtet. Aber wo fließen die Verkehrsströme? Werde Titz gar vom Umgehungsverkehr überrollt? Wie entwickeln sich die Kosten für den Straßenbau?

Auch wenn die Beantwortung dieser Fragen noch in der Zukunft liege, die infrastrukturelle Entwicklung der Gemeinde dürfe nicht aus den Augen verloren werden. So könnten die interkommunalen Gespräche im Sinne der Gemeinde „positive Rahmenbedingungen schaffen“, um solche Sorgen zu entkräften. Dazu wünscht Walderich den vier CDU-Bürgermeistern, die dem informellen Planungsverband der Tagebau-Anrainerkommunen angehören, „von Herzen viel Erfolg“.

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