Aldenhoven - Wird Aldenhovener Marienschule „plattgemacht”?

Wird Aldenhovener Marienschule „plattgemacht”?

Von: gep
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Die geplante Eingliederung der
Die geplante Eingliederung der Marienschule in einen Grundschulverbund sorgt in Aldenhoven für Unruhe. Foto: Wolters

Aldenhoven. Soll die Marienschule „plattgemacht” werden? Das in Gang gesetzte Verfahren zur Bildung eines Grundschulverbundes in Aldenhoven sorgt für Unmut. Bürgermeister Lothar Tertel wird bezichtigt, den Verbund im Hauruck-Verfahren bis zum Sommer durchboxen zu wollen.

Er habe zudem im Vorfeld die Gremien der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) und der Katholischen Grundschule (KGS), die beide in der Schwanenstraße residieren, nicht hinreichend informiert sowie an Schulausschuss und Gemeinderat vorbei gehandelt. Er habe vielmehr die Schulrätin des Kreises Düren, Annelene Lürken, vorgeschickt, um Tatsachen zu schaffen.

Tertel wies die Vorwürfe zurück. Das Verfahren gehe seinen geregelten Gang. Da es sich um eine „innere Angelegnheit” handele, sei der Kreis als Schulaufsicht zunächst zuständig. „Ich bin nicht zuständig”. Um einen Grundschulverbund zu bilden, seien zunächst in den beiden Schulen Beschlüsse von Lehrer- und Schulkonferenzen erforderlich.

Auf einer gemeinsamen Versammlung der Lehrer- und Schulkonferenzen beider Schulen auf Einladung des Schulamtes des Kreises am 5. Juni werde denn eine Entscheidung fallen. Tertel: „Erst dann sind wir gefragt.” Die Entscheidung der Lehrer und Eltern gehe sodann als „Empfehlung” an den Schulträger, die Gemeinde, im Schulausschuss erörtert. Der Ausschuss wird am 12. Juni über den aktuellen Stand unterrichtet und gegebenenfalls eine Empfehlung an den Gemeinderat aussprechen.

Tertel erinnerte angesichts der Verfahrenskritik daran, dass die CDU bei der Diskussion über die Sekundarschule stets gefordert habe, zunächst den Elternwillen zu ermitteln und die Lehrerkollegien zu befragen, um erst dann förmlich die Bildung einer weiterführenden Schule zu beschließen, die nun gemeinsam mit der Stadt Linnich in Angriff genommen werden soll.

„Klarheit über die Entwicklung” in der Primarstufe müsse, so Tertel, deutlich vor der 1. Novemberhälfte, dem Anmeldetermin für Schulanfänger zum Schuljahr schen. Nach Darstellung des Bürgermeisters werden zur Zeit in der Gemeinde etwa 100 Kinder im Jahr geboren. Damit sei mittelfristig jeweils eine Zweizügigkeit in Aldenhoven und in der Johannesschule in Siersdorf darstellbar. Die Siersdorfer Schule, die Siersdorf, Schleiden, Freialdenhoven und Dürboslar abdecke, bleibe selbstständig. Durch den Verbund im Kernort „erhalten wir die katholische Grundschule”, betonte der Bürgermeister. Gedacht ist an einen Bekenntniszweig.

Aus den Reihen der Kritiker heißt es dagegen: „Keiner ist glücklich mit der Verbundschule”. Es werde „sehr schwierig” werden, „das Besondere” der Marienschule, zu bewahren, die sich als Bekenntnisschule durch ein eigenes pädagogisches Profil auszeichne.

Auch wird bezweifelt, ob durch den Verbund nennenswerte Kosteneinsparungen möglich sind. Künftig gebe es dann nur noch eine Schulleiterin - die Rektorin der Marienschule, Hilde Viehöfer-Emde, geht in Pension.

Aber die Grundschul-Rektorin Esther Josten werde dann aufgrund des größeren Schulbetriebs mehr Freistunden benötigen, so dass eine zusätzliche Lehrkraft, die wie alle anderen vom Land besoldet werden, eingestellt werden muss. Bestenfalls falle eine Sekretärinnen-Stelle weg.
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