W.I.R.-Gründer kehrt der Partei den Rücken

Von: hfs.
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Hier war er noch Mitglied, nun ist er ausgetreten: Dieter Riemenschneider kehrt der W.I.R. den Rücken. Foto: hfs

Titz. Zehn Monate hat die Gemeinsamkeit der W.I.R.-Fraktion gedauert. Jetzt kehrte deren Gründer, Dieter Riemenschneider aus Hasselsweiler, der Partei den Rücken. Er trat aus, wird aber sein Ratsmandat beibehalten. „Es ist uns über die ganze Zeit nicht gelungen, Geschlossenheit zu zeigen.”

„Als wir uns auch hinsichtlich des Abstimmungsverhalten bei der Windkraftdiskussion nicht einig werden konnten, zum Wohle der Betroffenen aufzutreten, war für mich Schluss”, begründete Riemenschneider auf Anfrage seinen Austritt. „Wir sind mit Ideen und Zielen angetreten, zum Wohle der Bürger zu agieren. Doch jetzt kochen einige ihr persönliches Süppchen, es gibt keinen gemeinsamen Schulterschluss mehr.”

Dieses Verhalten wollte der Gründer der W.I.R.-Partei nicht akzeptieren und trat aus. „Ich lasse jetzt alles auf mich zukommen, ich bin offen nach allen Seiten.” Nach Rücksprache mit Bürgermeister Jürgen Frantzen bleibt Riemenschneider Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Kultur, Soziales, Schule und Sport.

„Wir haben seiner Entscheidung nicht entgegengewirkt”, drückte sich W.I.R.-Fraktionsvorsitzender Detlef Cremer sehr diplomatisch aus.

„Herr Riemenschneider hat für sich eine Entscheidung getroffen, die wir zu akzeptieren haben.” Cremer machte deutlich, dass seine Partei in den zehn Monaten der Ratsarbeit einen Lernprozess durchgemacht hat. „Es gibt zwar keinen Richtungswechsel, wir haben nach wie vor das Wohl des Bürgers im Auge. Aber wir haben eingesehen, dass man, wie im richtigen Leben, auch in der Politik Kompromisse machen muss. Wir sind für alle Ideen offen, wir reden mit jeder Fraktion im Rat. Man muss sich einigen”, gestand Cremer ein, dass man zwar eine schwere Geburt durchgemacht habe, die im Nachhinein aber Früchte getragen hat.

Auch was den eingegangenen Kompromiss mit den Windkraftkonzentrationszonen anbelangt. „Das, was auf den Weg gebracht wurde, ist das Optimum gewesen, was wir erreichen konnten.”
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