Winterkonzert von hoher Güte in der Zitadelle

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Neben vielen sehr guten Leistungen beim Winterkonzert stach die des Stamitz Orchester-Quartetts hervor. Foto: Emde

Jülich. Zu einem nachmittäglichen Konzert lud die Musikfachschaft des Gymnasiums Zitadelle ein. Das Winterkonzert bot einen bunten Mix aus Chor- und Instrumentalmusik.

Vier Ensembles hatten sich zusammengefunden, um dem Publikum in der Jülicher Schlosskapelle ein interessantes Programm und Einblicke in die musikpädagogische Arbeit der Schule zu bieten.

In einem harmonischen Miteinander bot der Oberstufen- und Erwachsenenchor unter Leitung von Viviana Gerstengarbe auf die stimmliche Zusammensetzung des Ensembles klug gewählte Beiträge. „Joy to the world“(Georg Friedrich Händel) und „Hallelujah“ (Leonard Cohen) zeugten von intensiver Probearbeit und viel Freude am gemeinsamen Singen. Große Anforderungen stellt das Arrangement von „Jingle Bells“ (John Piermont), ein lebhaftes und effektreiches Gesangswerk.

Auch an den Beiträgen des Unterstufen- und Mittelstufenchores hatte das Publikum viel Freude. Viviana Gerstengarbe und ihr Chor wählten gängige, bekannte Melodien, deren Einstudierung den Chormitgliedern offensichtlich viel Spaß machte. „Let it go“, „All I Want For Christmas Is You“ und „Mamma mia“ waren Ohrwürmer, bei denen sich besonders die jüngste Sängerin als text- und intonationssicher erwies.

Volkslieder und Traditionals

Große instrumentale Vielfalt bot der hoffnungsvolle Instrumentalnachwuchs im Vororchester unter Leitung und Einstudierung von Martina Sowa. Traditionelle Volkslieder und Melodien gaben den jungen Instrumentalisten Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Mit großem Eifer und sichtlicher Freude musizierten sie perfekt gemeinsam, wobei auch schon solistische Parts in Violine, Cello und Trompete mit Bravour gelangen.

Das Kammerorchester der Schule unter Leitung von Pedro Obiera stellte sich dem Wagnis einer Uraufführung. Der Abiturient Niklas Frank stellte sein Werk „Standortfaktoren“ vor. Mittelpunkt des Werkes ist der Standort der Musiker und damit der räumliche Klangeffekt der Musik. Mitglieder des Kammerorchesters waren auf der Empore, im Chorraum und an der Rückseite der Kapelle platziert.

Eigenwilliger Charakter

Auf das Werk und seine Intention musste sich der Zuhörer einlassen. Der Klang, der zunächst wie zaghaftes Einstimmen anmutete, steigerte sich permanent, schwoll an und entwickelte eigenen und eigenwilligen Charakter. Die raumfüllende Klanginstallation erinnerte an das Summen von Insekten, das in eine eigenwillige Tonsprache überging. Sireneneffekt mit Signalcharakter , ein dominanter Cellopart, der wie eine Zurechtweisung fühlbar war und dem gemäßigte Streicherklänge folgten , forderten letztendlich auch melodiöse Partien, die dem Timbre der Instrumente angepasst waren. Niklas Frank dirigierte selbst und durfte sich über anerkennenden Applaus freuen.

Vertraute Genüsse

In ruhigere Gefilde führte Pedro Obiera sein Kammerorchester mit dem Orchester-Quartett C-Dur von Carl Stamitz und bot damit dem Publikum vertrautere musikalische Genüsse. Affekt-gesättigte Klänge und erfindungsstarke Melodik kennzeichnen besonders die Orchesterquartette des Komponisten. Interessant und gekonnt waren die solistischen Parts der Instrumente, besonders hervorzuheben war die Leistung in der ersten Violine.

Die erfreuliche Bilanz nach dem Winterkonzert lässt auf weitere hochwertige Arbeit im Fachbereich Musik hoffen und ist vielleicht Anreiz für weitere Schülerinnen und Schüler, sich den Ensembles, besonders den Chören anzuschließen.

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