Winterdienst-Gebühren verdoppeln sich in Aldenhoven

Von: gep
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Aldenhoven. Die Ahnung von Bürgermeister Lothar Tertel hat sich bewahrheitet. Nach zwei harten Wintern sind jetzt auch in Aldenhoven „Eifeler Verhältnisse” eingekehrt. Ab 2012 beträgt die Gebühr für den Winterdienst pro laufendem Grundstücksfrontmeter 1,25 Euro, das ist mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2011 (0,57 Euro) und fast eine Vervierfachung gegenüber 2009 (0,33 Euro).

Die Ist-Ergebnisse der drei Jahre 2008 bis 2010 sind maßgeblich für die Gebührenkalkulation.

Der Dauerwinter 2010/11 hat Gesamtaufwendungen von 108.527,55 Euro verursacht. Die umlegungsfähigen Kosten belaufen sich auf 73.543,95 Euro, darin enthalten sind allerdings „Reste” von 27.333,31 Euro aus den Vorjahren. Unter dem Strich ergibt das bei 58.821 laufenden Straßenmetern 1,25 Euro pro Meter.

Der Gemeinderat gab für diese Erhöhung grünes Licht. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven merkte mit Blick auf die Probleme des letzten Winters an: „Ein drittes Mal darf uns das nicht passieren.” Der Schnee müsse weg, und es müsse genügend Streusatz zur Verfügung stehen. Laut Tertel ist ensprechende Vorsorge getroffen worden.

Auch die Abfallentsorgung verteuert sich für die Aldenhovener. Die Kosten für einen 80-Liter-Restmüllbehälter bei vierzehntägiger Leerung, davon gibt es 2375 Stück in der Gemeinde, steigen pro Jahr von 155,94 auf 160,69 Euro, bei einer 120-Liter-Tonne (1125 Stück) sind es 241,04 statt bisher 233,91 Euro. Für einen Restmüllsack als Beistellsack sind künftig 5,41 zu entrichten - plus 0,16 Euro. Insgesamt 2100 Tonnen Restmüll müssen pro Jahr entsorgt werden, das kostet insgesamt 975.956 Euro.

Auch die Biotonne wird etwas teurer, die Entsorgung kostet je Liter 0,416 Euro. Die Leerung des 120-Liter-Gefäßes kostet künftig 72,90 Euro statt bisher 71,41 Euro, bei 240 Litern sind es jährlich 131,29 Euro, bisher waren es 128,95 Euro.

Pro Jahr fallen in Alddenhoven etwa 1750 Tonnen Bioabfall an, Das verursacht Aufwendungen im Jahre 2012 von prognostiziert 140.700 Euro.

Sinken wird in Aldenhoven dagegen die Schmutzwassergebühr in der - von bisher 3,95 Euro pro Kubikmeter auf 3,78. 603.000 Kubikmeter Frischwasser werden pro Jahr in der Gemeinde verbraucht.

Hauptsächlicher Grund für die Gebührensenkung ist, wie Bürgermeister Lothar Tertel im Rat erläuterte, dass sich der Beitrag an den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) um rund 20.700 Euro auf 2,12 Millionen Euro verringern wird.

Die Schmutzwassergebühr bleibt dagegen mit 0,80 Euro pro Qudaratmeter unverändert. Zu Grunde gelegt sind 800.800 Quadratmeter an befestigter Grundstücks- und Straßenfläche. Damit hat die Flächenversiegelunng in der Gemeinde binnen eines Jahres um gut 6100 ­Quadratmeter zugenommen.

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