Windrad soll sich für alle Bürger drehen

Letzte Aktualisierung:
14317195.jpg
Zum ersten Spatenstich für die Windkraftanlage fanden sich Investoren und Kommunalpolitiker ein. Von links: Gideon Krapp, Norbert Krapp, Franz Peter Frohn, Bürgermeister Hermann Heuser, Thomas Borggrewe, Kurt Lambert, Jürgen Zantis und Dirk Lauterbach ein. Foto: Król

Niederzier. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Spatenstich zur Windenergieanlage das erste operative Projekt der Gemeinde Niederzier realisieren. Das zweite wird mit der Solarautobahn an der A4 im Herbst folgen“, sagte Bürgermeister Hermann Heuser.

Nun ist auf der Gemarkung Steinstraß am Fuße der Sophienhöhe der Bagger angerückt, die Baugrube für das Fundament ausgehoben und mit dem Bau des Windrades begonnen worden. Es war doch ein langer Weg vom Beginn der Bauplanungen im Jahr 2013, über die Gründung der Kommunalen Energiebeteiligung Niederzier GmbH 2015, der Genehmigung zur Änderung des Flächennutzungsplanes 2016 und der frühzeitigen Kontaktaufnahme mit dem Eigentümer und Investor Norbert Krapp. 

„Mit ihm haben wir einen verlässlichen und seriösen Partner gefunden“, erklärte Heuser. Die Kooperation mit dem Ziel einer gemeindlichen Beteiligung wurde schnell besiegelt und die Nimbus GmbH 2017 gegründet, an der mit 51 Prozent Nimbus GmbH N. Krapp und 49 Prozent die Gemeinde Niederzier als Kommanditist beteiligt sind.

Die Beteiligten hoffen nun, dass die Windkraftanlage im Herbst in Betrieb geht. „Unser Ziel ist es, die Gemeinde auch zukünftig auf gesunde Füße zu stellen. Wir haben mit Absicht kein Bürgermodell gewählt, damit nicht nur finanzkräftige Bürger eine Renditechance haben, sondern der wirtschaftliche Ertrag durch den Gemeindehaushalt allen Bürgern zu Gute kommt“, betonte Bürgermeister Heuser.

Bei dem Windrad handelt es sich um den Anlagentyp Senvion 3.2 MW/h. Der große Rotor in Kombination mit der Nabenhöhe von 123 Metern eignet sich besonders für Schwachwindstandorte. Die Produktion liegt bei rund 7.500.000 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht der Versorgung von 2000 Haushalten. Die Investitionskosten liegen bei rund 5,2 Millionen Euro. Kr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert