Windkraft: An sechs Orten geht noch was

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Sie hatten zu einer Informationsveranstaltungen über potentielle Möglichkeiten zur Errichtung neuer Windkraftanlagen eingeladen. Von links Sascha Gehm, Sandra Claßen vom Büro von der Heide, Bürgermeister Wolfgang Witkopp, Gerd Marx von der EnergieAgentur NRW und Hans Otto von der Heide. Foto: Kròl

Linnich. Spruchreif ist noch gar nichts und es werden sicherlich noch viele Gespräche, Planungen und auch Genehmigungsverfahren nötig sein, ehe sich im Linnicher Stadtgebiet weitere Windräder drehen werden.

Doch in Anbetracht der Tatsache, dass der Energiebedarf immer weiter steigt, ebenso wie die Preise, hatte der Linnicher Rat beschlossen, die Bürger rechtzeitig über die Möglichkeiten der Energieversorgung durch Windkraftanlagen zu informieren.

In die Realschule hatte die Stadt eingeladen, wo Bürgermeister Wolfgang Witkopp zahlreiche interessierte Bürger begrüßte. Rede und Antwort sollten an diesem Abend Dipl.-Ing. Gerd Marx von der Energie-Agentur NRW, Hans Otto von der Heide, vom gleichnamigen Planungsbüro und seine Mitarbeiter Sandra Claßen und Sascha Gehm stehen. Zunächst einmal umriss Gerd Marx die Bedeutung der Windenergie für die weitere Energieversorgung, die nicht unbeträchtlich ist. Der Energiehunger wächst, das steht zweifelsfrei fest, der Beschaffungswettbewerb wird härter und hinzu kommt noch der Ausstieg aus der Atomenergie.

Rund 3000 Euro muss eine vierköpfige Familie heute bereits jährlich für ihre Energieversorgung aufbringen und, da ist sich Marx sicher, die Preise werden noch weiter steigen. 16 Prozent der Stromversorgung kommt heute bereits aus erneuerbaren Energien und 6,6 Prozent davon aus Windkraftanlagen. 1990 wurden durch diese Anlagen 164,3 KWH erzeugt, heute liegt der Wert um das Zwölffache höher. Reduzierung des CO2 Ausstoßes und Sicherung der Arbeitsplätze sind Kriterien, die darüber hinaus für Windkraftanlagen sprechen.

Ein weiteres Thema ist zurzeit die Repowering der Anlagen, das heißt bereits vorhandene Windräder sollen durch leistungsstärkere ersetzt werden. Welche Möglichkeiten nun in Linnich bestehen, weitere Windkraftanlagen zu erreichten, diese Untersuchungen hatte das Ingenieurbüro Von der Heide angestellt. Man hatte potentiellen Standort unter Berücksichtigung aller möglichen Kriterien untersucht. Zunächst einmal wurde ein Radius von 1000 Meter um die nächste Bebauung geschlagen.

Es wurde dokumentiert, ob bereits Windräder in diesem Gebiet vorhanden sind, ob Naturschutzzonen dort zu finden sind, in wie weit die Landschaft durch Straßen, Hochspannungsmasten oder Windräder vorbelastet ist, in welchem Masse die Windräder wahrnehmbar wären und etliches mehr. Am Ende war zu ersehen, dass im Stadtgebiet sechs Potenzialflächen vorhanden sind. Flächen wären da südöstlich von Gevenich, südlich von Boslar, östlich und westlich von Ederen, sowie nördlich von Gereonsweiler und nördlich von Körrenzig. Die beiden letzten sind davon allein schon aufgrund ihrer Größe am vielversprechensten. Außerdem sind dort bereits mehrere Windkraftanlagen vorhanden.

Es waren noch eine Reihe anderer Punkte, die für diesen Standort sprechen, doch so betonte Hans Otto von der Heide ausdrücklich, dass dies eine erste Bestandsaufnahme sei und noch nichts beschlossen. Der Rat oder vielmehr der Ausschuss für Stadtentwicklung müsse sich zunächst einmal mit diesem Thema auseinandersetzen. Viele weitere Untersuchungen seien noch nötig und jede Anlage müsse individuelle geprüft und genehmigt werden. Es gab von Seiten der Zuhörer noch eine Reihe Fragen an die Fachleute, doch recht schnell und auch harmonisch wurde die Versammlung geschlossen. Bürgermeister Wolfgang Witkopp versprach außerdem, die Bürger bei der weiteren Planung mitzunehmen und sicherlich werde es noch eine Reihe solcher Veranstaltungen geben.
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