Wildwuchs und Dreck in Jülich sollen weg

Von: -vpu-
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Manche Beete in der Kölnstraße sind derzeit Wildkräuter-Zonen. Das stört viele Menschen. Foto: Uerlings

Jülich. Der Frühsommer ist derzeit kaum fühlbar. Und dennoch: Die Bedingungen für die Vegetation waren über Wochen ideal. Noch vor Tagen säumten fast meterhohe Wildwuchs-Streifen viele Straßen im Jülicher Land. Inzwischen sind die Straßenbaulastträger aktiv geworden: mit Motorsensen, Freischneidern und Mähern.

Der grüne Schub macht sich natürlich auch innerorts überall bemerkbar und wird von vielen Menschen genau beobachtet. Sie halten den Pflegezustand der öffentlichen Grünanlagen für zeitweise oder generell unzulänglich. Das ist ein Ergebnis unserer Umfrage „Was bewegt Sie ?“ Hierzu gab es Dutzende Anregungen, fast ausschließlich aus Jülich.

Gleich dahinter rangiert die Sauberkeit. Die Herzogstadt hat zweifelsfrei viele schöne Ecken, allerdings auch einige, die ganz oder teilweise verdreckt sind. Auch das haben die Leser(-innen) unserer Zeitung deutlich und zahlenmäßig stark angesprochen. Natürlich sind das „Dauerbrenner“, die immer wieder genannt und die gelegentlich subjektiv auch übertrieben werden. Trotz und alledem: Am Pflegezustand „ihrer Stadt“ sind viele Bürger in besonderer Weise interessiert.

Unsere Zeitung hat mit den drei Ortsvorstehern der Jülicher Innenstadt gesprochen: mit Margret Esser-Faber, Hermann-Josef Buers und Peter Schmitz. Sie haben und hatten das Thema ohnehin im Visier und sprechen ein weiteres Thema an: Nicht alle Hochbeete in der Jülicher City, vor allem aber die flachen Pflanz-Karrees rund um die Bäume in der Kölnstraße sind vorzeigbar, sondern voller Wildkräuter.

Bei einem Bummel durch die Stadt ist schnell erkennbar, wo Hand angelegt wird und wo nicht. Manche Ladeninhaber oder Hausbesitzer kümmern sich um die Beete. Das ist vor allem in der Kölnstraße offensichtlich.

Die meisten Hochbeete in der Baier- und Kapuzinerstraße sind in einem passablen Zustand. Die Blüten an den Lavendel-Stauden zeigen sich ausladend, aber so, wie es sein soll: in voller Pracht. Die Flachbeete in der Kölnstraße sind nun das Ziel eines Antrags der Ortsvorsteher: Sie schlagen vor, im Haushalt 2000 Euro zur Neubepflanzung der 20 Beete in der Kölnstraße vorzusehen.

„Das Ziel ist ein pflegeleichterer Zustand“, sagt Margret Esser-Faber. Hier geht es vor allem ums „Material“. Die Anwohner, die sich schon seit Jahren bei Frühjahrs- und Herbstbepflanzung einsetzen, sollten weiter eingebunden werden. Peter Schmitz argumentiert mit der Wirkung: „Die Attraktivitätssteigerung der City ist das Ziel, und die Stadt muss Vorreiter sein.“

Ob der Vorschlag der Ortsvorsteher Realität wird, zeigt sich bei den in Kürze startenden Haushaltsberatungen einer Stadt in schwieriger Finanzlage. Vielleicht lassen sich in der Zwischenzeit – vor dem Stadtfest nächste Woche zum Beispiel – wenigstens die größten Wildkraut-Auswüchse beseitigen.

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