Düren - „Wie stellen sich die Stadt und der Kreis strukturpolitisch auf?“

„Wie stellen sich die Stadt und der Kreis strukturpolitisch auf?“

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Welche Richtung? Dietmar Nietan (r.) und Oliver Krischer fragen, wie sich Stadt und Kreis in der Innovationsregion positionieren wollen. Foto: ja

Düren. Während sich in der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) allmählich abzeichnet, in welche Richtung die Weichen für die Tagebaunachfolgelandschaft gestellt werden sollen, befürchten die IRR-Beiratsmitglieder Dietmar Nietan (SPD) und Oliver Krischer (Grüne), dass Stadt und Kreis Düren verpassen, auf den abfahrbereiten Zug aufzuspringen.

Nach einem Gespräch im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium am Donnerstag sehen die Politiker zwei große Themenfelder, die in den Fokus der IRR rücken: die Initiierung eines Energie-Campus‘ am Jülicher Solarturm mit Forschungseinrichtungen und mittelständischen Betrieben und aufgrund der großen freiwerdenden Flächen ein innovatives Flächenmanagement für Gewerbe, Industrie und den Wachstumssektor Logistik.

Hier setzt dann auch die Kritik der Bundestagsabgeordneten an. Der Umgang mit dem aus ihrer Sicht nach den jüngsten Aussagen der CDU endgültig gescheiterten Projekt „Güterterminal“ sei ein Paradebeispiel, wie man es nicht machen dürfe. Weil Bürgermeister und Landrat das Thema verzögert hätten, müsse man jetzt damit leben, dass andere Regionen profitieren. Der Landesregierung, bei der nie Zuschüsse beantragt wurden, aber den Schwarzen Peter zuzuschieben, sei unredlich. Auch bei der IRR sei nie ein Schreiben eingegangen, mit der Aussage, die Stadt wolle Logistikstandort werden und benötige Unterstützung.

Nietan und Krischer wollen nicht missverstanden werden: Sie können damit leben, dass Düren nicht Terminalstandort wird. Wichtig sei, dass die Chance, Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu generieren, in der Region gehalten werde, wenn auch jetzt vielleicht weiter westlich in Merzbrück. Stadt und Kreis aber müssten so schnell wie möglich erklären, wo sie ihre Chancen sehen, sich in der Innovationsregion einzubringen. Im Zweifelsfall müsse eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben werden, damit sich Stadt und Kreis strategisch aufstellen können, fordern Nietan und Krischer. „Andere schlafen nicht“, betont Nietan.

Während Städte wie Eschweiler und Erkelenz permanent den Kontakt zur IRR suchen und ihre Möglichkeiten ausloten würden, fragen sich die beiden Politiker, wann es endlich zum Schulterschluss zwischen Stadt und Kreis für ein Dürener Projekt komme. Nietan ist sich nicht sicher, ob Düren als Papierstadt schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Aus Krischers Sicht sollte die Region ihren Charakter als Energieerzeuger behalten.

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