Aldenhoven - Wie Rockbands Fans elektrisieren

Wie Rockbands Fans elektrisieren

Von: unserem Mitarbeiter Ben Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aldenhoven. Das neue Kraftwerk brummt und summt. Voller Saft und Kraft steckt das Evangelische Gemeindezentrum Aldenhoven bei den Rockkonzerten. Die Energie speisten die Bands Hyproglow, In Veins und Cyrcus - allesamt Hauptbands - ein. Voll unter Strom setzten zunächst fünf Jungs aus Essen die Fans. Mit 10.000 Volt pulsten „Hyproglow” über das Podium. Ihnen ist die immense Bühnenerfahrung mit über 200 Shows im In- und Ausland anzumerken. Sie bewiesen, dass anspruchsvolle Arrangements massentaugliche Melodien keineswegs ausschließen.

Puzzleteile aus Metal, Rock, aber zudem Pop sowie dunklem Grunge werden zu einem Klangrelief. Das Quintett verstand es, mit brachialen Riffs, mit melodischen Tonfolgen gekoppelt, die Zuhörer zu elektrisieren. „Eine sensationelle Band”, lobt Wölli Rohde, der Ex-Drummer von Die Toten Hosen, die Musiker mit dem mitreißenden Frontmann Mathias Mergel. Hyproglow erinnerte manchmal an die „Red Hot Chili Peppers” - nur um wesentliche Härtegrade schärfer.

Der Elektromotor nahm mit „In Veins” weiter Fahrt auf. Das Quartett kommt aus Essen, dessen Musik aus dem Morgenland. Der Orient spielt eine zentrale Rolle in ihrem Ethnic World Rock. Auch in ihren über 350 Konzerten bekräftigten sie eindrucksvoll ihre Power und Kreativität. Wer vermag schon perkussiv rhythmische Punk-Elemente mit melodiebetonten Halbton-Improvisationen des Nahen Ostens oder der Türkei miteinander zu verbinden!?

Das Publikum ging begeistert mit, als die 4 Rampenhelden zum Beispiel ihren Song „Shine” spielten. Harter, ehrlicher Sound mit Unterground-Status. Jetzt wissen die Aldenhovener Fans auch, wieso In Veins mit Größen wie „Iggy Pop” oder „Paradise Lost” aufgetreten sind.

Power pur strömt auch die Finalband aus: „Cyrcus” zelebriert Circus reif Metalsound. Die musikalische Palette der Viererbande aus Heinsberg ist bunt wie eine Attraktionsvielfalt in der Manege. Der groovige Drahtseilakt zwischen Moderne und Tradition, Melancholie und Euphorie vermochte die Rockfreunde sichtlich mitzureißen.

Mit einem gesunden Schuss Heavyness, Elementen aus Crossover und Nu Metal, nie pathetisch werdende Emotion, gestalteten die Songartisten ihr Programm. Cyrcus hat den Bogen raus, wie perfekte Hooklines mit bratenden Gitarren und einem wuchtigen Background verknüpft werden. Die Veranstalter Cult Corner, Evangelische Kirchengemeinde sowie die Gemeinde Aldenhoven werden den Rockfans gewiss weitere Strombäder bereiten.

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