Rödingen - Wie geht es mit dem Schulgebäude im Herzen von Rödingen weiter?

Wie geht es mit dem Schulgebäude im Herzen von Rödingen weiter?

Von: jago
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In zwei Vortragsblöcken erläuterten die Mitglieder der „Arbeitsgruppe Alte Schule Rödingen“ das angedachte Konzept zu Baumaßnahmen und Finanzierung. Foto: Jagodzinska

Rödingen. Die Frage nach der zukünftigen Nutzung der Schulgebäude im Herzen von Rödingen bewegt die Bewohner von Rödingen, Höllen und Bettenhoven, seit bekannt wurde, dass der Schulbetrieb an diesem Standort zum Ende des Schuljahres eingestellt wird.

Als Folge wurde eine Arbeitsgruppe mit dem Auftrag von Verwaltung und Ortsvereinen gebildet, ein Konzept für das Schaffen eines kulturellen Dorfzentrums zu erstellen. Diese hat nun die angedachten Möglichkeiten zur baulichen Umsetzung und zu Finanzierungsmodellen bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt, an der etwa 100 Bürger teilnahmen. Als „eigentliches Ziel der ganzen Sache“ benannte die Arbeitsgruppe die „Förderung der ortsansässigen Vereine“ und die „Belebung des Dorflebens durch die Bereitstellung von Infrastruktur“.

Überwiegend positiv

Hintergrund der Darstellung von Ideen und mit dem Projekt verbundenen einmaligen Chancen war auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für eine Beteiligung an einem in Kürze zu gründenden Träger- und Förderverein. In der Versammlung war eine überwiegend positive Grundhaltung zum Vorhaben festzustellen, solange es um Veranstaltungen der im Dorf ansässigen Vereine ging. Kritisch hinterfragt wurden die Parkplatzsituation und eine dauerhafte Lärmbelästigung.

„Es geht darum, dass wir dort keine Disco haben wollen“, brachte ein Besucher die Befürchtungen der Anlieger zur Sprache. Zur Parkplatzsituation erklärte Jürgen Frantzen als Mitglied der Arbeitsgruppe, dass der Stellplatznachweis entsprechend den Vorgaben des Kreises Düren erfüllt werde. Notfalls werde „die Überwachung des ruhenden Verkehrs intensiviert“, sagte er.

Weiterhin werde keine Konkurrenzsituation zur örtlichen Gastronomie aufgebaut, da der neue Standort die Heimat für Veranstaltungen werden soll, die auch bisher nicht in deren Lokalitäten stattgefunden haben. Es sei im Gegenteil damit zu rechnen, dass beide Seiten voneinander profitieren würden. Der Reaktion der Gastronomiebetreiber war zu entnehmen, dass dieser Hinweis ihre Sorgen nicht gänzlich ausräumen konnte.

„Geht das Objekt auch ohne Halle“, lautete eine Frage. Klare Antwort von Frantzen: „Nein!“ Eine wirtschaftlich Nutzung sei bei der Größe der Schulgebäude ohne Halle nicht machbar. Damit kamen die beiden großen Ortsvereine ins Spiel. Fakt ist, dass ohne die St. Sebastianus Schützenbruderschaft und die KG Rot Gold das Projekt kippt.

Für die Verwaltung sprach Bürgermeister Jürgen Frantzen Klartext, ohne dass er dies als Drohung verstanden wissen wollte: „ Wenn es für die Gemeinde keinen Vertragspartner in Form eines Trägervereins gibt, haben wir möglicherweise einen Leerstand. Die Gebäude werden dann zwangsweise anderweitig genutzt werden müssen.“ Die zukünftige Nutzung der Schule als Flüchtlingsunterkunft wäre eine sehr wahrscheinliche Konsequenz.

Zwei Privatunternehmer aus Rödingen meldeten ihr Interesse an der temporären Anmietung von Räumlichkeiten an und gaben damit ein Signal, dass das vorgestellte Konzept auf Akzeptanz trifft. Eine Antwort auf die Eingangsfrage ist am 13. April zu erwarten, dann wird im Saal der Gaststätte „Zur Eiche“ um 19 Uhr die Gründungsversammlung des Trägervereins stattfinden.

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