Wichtiger Blick in Blutbahnen mit moderner Technik

Von: dol
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Dr. Amin Ballouz verfügt über ein portables Ultraschallgerät, mit dem hochauflösende Aufnahmen des Gefäßinneren möglich sind. Foto: Dolfus

Hambach. Weltweit steht der Schlaganfall an zweiter Stelle der Todesursachen und ist dritthäufigster Auslöser von Behinderungen und vorzeitiger Invalidität in Europa. Ursache für Schlaganfall wie auch Herzinfarkt sind verstopfte Blutgefäße.

Löst sich eine Ablagerung, die so genannte „Plaque”, von der Gefäßwand und wandert in ein anderes Organ, wird es lebensgefährlich. Wird die Verkalkung der Arterien frühzeitig erkannt, kann ein Infarkt in Hirn oder Herz verhindert werden.

Bislang war es jedoch für die Patienten aufwändig und schmerzhaft, die Durchlässigkeit ihrer Blutbahnen untersuchen zu lassen. Nur eine stationäre Untersuchung mit Katheter lieferte brauchbare Ergebnisse. Das hat sich mit Einführung eines ultraschallbasierten Verfahrens geändert.

Allgemeinmediziner Dr. Amin Ballouz aus Hambach verfügt seit kurzer Zeit über ein solches Gerät, das in einer Hinsicht wohl einmalig im Kreis Düren ist. Es ist im Gegensatz zur alten Generation der Ultraschallgeräte für Gefäßuntersuchungen portabel. Dr. Ballouz: „Der Vorteil ist: Wir können das Gerät überall hin mitnehmen - ins Altenheim, in Betriebe oder sogar auf der Straße ist eine Messung möglich!” Gerade für ältere Menschen, die es nicht mehr schaffen, eine Arztpraxis zu besuchen, sei der Apparat ein Segen. Darüber hinaus liefert das rund 25000 Euro teure Messinstrument mit Ultraschall-Doppler-Verfahren eine wesentlich verbesserte Darstellung der Gefäßperfusion. Kleinste „Höcker” an der Arterienwand werden sichtbar.

Fortschritt der Technik

„Das ist wie ein Auto mit einem Fahrrad zu vergleichen”, schildert der Mediziner den Fortschritt der Technik. Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung habe er schon viele Leben retten können. Rechtzeitig erkannt, können die Ablagerungen operativ entfernt und medikamentös behandelt werden.

Ebenfalls wichtig ist eine Anpassung der Lebensgewohnheiten: Übergewicht, Rauchen, Bewegungsarmut muss entgegen gewirkt werden. Allerdings wird eine präventive Untersuchung mit dem Ultraschall nicht von der Krankenkasse übernommen. Gesundheitsbewusste müssen für einen solchen Check-up selber zahlen. Dennoch sei „Vorbeugen besser als Nachsorgen”, findet Dr. Ballouz. Ganz in diesem Sinne hat er mit dem Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser die Initiative „Hambacher Herz” ins Leben gerufen. Sie will Laien darüber informieren, wie Gefäßerkrankungen vorgebeugten werden kann.

Eine Veranstaltung mit Referenten aus Krankenhäusern der Region ist für Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr im Bürgerhaus Niederzier geplant.
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