Jülich - „Westbündnis” will Jülicher Castoren lassen, wo sie sind

„Westbündnis” will Jülicher Castoren lassen, wo sie sind

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
castor
Die in Jülich gelagerten 152 Castorbehälter.

Jülich. Im Rheinland formiert sich ein Westbündnis, das den geplanten Transport von 152 Castorbehältern mit hochradiaktivem Abfall ins münsterländische Ahaus verhindern will. Bekanntlich hat das Forschungszentrum Jülich (FZJ) einen entsprechenden Antrag gestellt, über den das Bundesamt für Strahlenschutz in diesem Jahr befinden wird.

Der Atommüll aus dem früheren Forschungsreaktor befindet sich seit fast zwei Jahrzehnten in einem Zwischenlager auf dem FZJ-Gelände, dessen Genehmigung 2013 ausläuft.

Mit Protestaktionen unter dem Slogan „Kreuz und quer geht nicht mehr” wollen linksrheinische Atomkraftgegner dazu beitragen, dass neben der neuen Landesregierung auch die Bundesregierung und die Genehmigungsbehörde von den Castor-Transporten Abstand nehmen.

In einem Aufruf zur ersten Protestkundgebung am Sonntag, 30. Januar, in Jülich heißt es: „Es nicht vertretbar, den Menschen im Münsterland den Jülicher Atommüll und die damit verbundenen Risiken vor die Füße zu schütten - zumal der hochverstrahlte Reaktorbehälter ohnehin noch für Jahrzehnte in Jülich bleiben soll.” Statt dessen müssten „vor Ort alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden” und die 152 Castoren bis zum Nachweis einer sicheren Lagerung in Jülich bleiben.

Die Demonstration ist nach Angaben des kommissarischen Sprechers des Bündnisses, Siegfried Faust (Jülich), polizeilich angemeldet, startet am 30. Januar um 14 Uhr am Bahnhof Forschungszentrum und führt bis zum Haupttor des FZJ.

Zuvor aber steht am Samstag, 15. Januar, die offizielle Gründung des Aktionsbündnisses „Westcastor” auf dem Plan. In der Stadthalle Jülich kommen ab 11 Uhr die Gegner von Atomkraft und -müll zusammen. Sie stammen laut Siegfried Faust, der selbst Stadtverordneter der Linken ist, aus den Reihen seiner Partei als auch der Bündnisgrünen sowie von Bürgerinitiativen aus dem Städtedreieck Köln-Aachen-Düsseldorf. Das Bündnis sei aber nicht nur überregional, sondern auch unabhängig.
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