Wertvolle Ratschläge im Kampf gegen eine Volkskrankheit

Von: Kr.
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Auch der neue ärztliche Direktor des Krankenhauses Alexander Weisser ließ sich vorsichtshalber schon einmal piksen und den Blutzucker bestimmen. Foto: Król

Linnich. „Diabetes mellitus Typ II ist die einzige Krankheit, der man weglaufen kann.“ Das hat einmal ein kluger Arzt gesagt. Und tatsächlich, bei ausreichender Bewegung und einer gesunden Lebensweise bringen Diabetes-Patienten heute ihren Blutzucker nahezu auf normale Werte und können teilweise ganz auf Medikamente verzichten oder zumindest mit weniger auskommen.

Deshalb galt das Hauptaugenmerk beim Welt-Diabetestag der Bewegung. Rund um diesen Tag rankten sich zahlreiche Aktionen in Kliniken, Arztpraxen, Selbsthilfegruppen und anderen Einrichtungen und auch das St. Josef Krankenhaus in Linnich beteiligte sich.

Im Foyer des Hauses hatten Diabetologe Dr. Frank Engelmann und sein Team ihren Info-Tisch aufgeschlagen. Ausreichend Material gab es hier zur gesunden Ernährung, die von Ernährungsberaterin Jessica Hörmann-Zander vorgestellt wurde, und zur Bewegung. Sie sagte beispielsweise, dass für Diabetiker eine Diät heute nicht mehr erforderlich ist. Allerdings, die Menge machte es und auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und ballaststoffreiche Ernährung, bei der Gemüse überwiegt, sollten Betroffene schon achten. Bevorzugt sollten sie auch die Lebensmittel zu sich nehmen, die langsam ins Blut gehen.

Wer wollte, konnte sich den Blutzucker messen lassen und wurde dann auch gleich zum Diabetes-Walk aufgefordert. Das heißt, war der Wert zu hoch, riet Diabetesassistentin Marion Straka-Schmitz den Patienten, eine halbe Stunde durch die Stadt zu laufen, dann wiederzukommen und erneut messen zu lassen. Deutlich war dann der Blutzuckerwert gesenkt. Drei Mal wöchentlich eine halbe Stunde Bewegung wäre gut. Noch besser wäre jeden Tag eine viertel Stunde.

Marion Straka-Schmitz riet vor allem älteren Patienten zu Nachrichtengymnastik: Denn während im Fernsehen die Tagesschau laufe, könne man seine Übungen machen. Das, so sagte sie weiter, senke nicht nur den Blutzuckerspiegel, es sei auch gut für den Bewegungsapparat, den Blutdruck und fürs Herz. Die Betreuung der Diabetes Patienten habe sich in den vergangenen Jahren verbessert, fand die Fachfrau. Werden Patienten in Linnich stationär behandelt, erfahren sie hier eine Rundumversorgung mit Aufklärung und Schulung und vor allem Einzelgesprächen.

Mit einbezogen wird dabei auch der Hausarzt. Zahlreiche Besucher des Krankenhauses sowie das Personal nutzten an diesem Tag die Gelegenheit, sich zu informieren und ihre Werte kontrollieren zu lassen. Vorbeigekommen war auch Helga Loup-Heinesch, Vorsitzende der Diabetiker-Selbsthilfegruppe. Jeden 4. Mittwoch im Monat trifft sich ihre Gruppe im evangelischen Gemeindezentrum am Alter Markt in Linnich.

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