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„Werdenfelser Weg“: Fixierungen in Heimen vermeiden

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Amtsgerichtsdirektor Rainer Harnacke und Betreuungsrichterin Yvonne Pagel stellen den Werdenfelser Weg am Dienstag vor.

Jülich. Seit 2007 wird in Bayern der so genannte „Werdenfelser Weg“ beschritten, der das Ziel hat, freiheitsentziehende Maßnahmen zu vermeiden oder auf ein Minimum zu reduzieren. Auch im Amtsgerichtsbezirk Jülich solle dieser Weg beschritten werden, kündigte Amtsgerichtsdirektor Rainer Harnacke an.

Bei der Auftaktveranstaltung zur Einführung des Werdenfelser Weges am Dienstag, den 20. Mai, 15 Uhr, im Saal 206 im Amtsgericht Jülich wird das Projekt durch die örtliche Betreuungsbehörde, Heimaufsicht sowie Betreuungsrichterinnen und Richter vorgestellt.

Eine zentrale Rolle kommt den Verfahrenspflegern zu, die in den Heimen mit den für die Pflege Verantwortlichen versuchen werden, tragfähige Lösungen möglichst unter Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen – etwa Bettgitter oder Fixierungen – zu erarbeiten, die von allen Beteiligen getragen werden.

Das Amtsgericht Jülich hat bereits zwei Verfahrenspfleger sowohl rechtlich als auch pflegerich geschult, die künftig eingesetzt werden, wenn in einem Betreuungsfall der Antrag auf Maßnahmen gestellt wird, die die Freiheit der Betroffenen einschränken. Der Verfahrendpfleger schätzt die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme und möglicher Alternativen fachlich ein. Er wird somit zur Nahtstelle zwischen dem Betreuten und dem Betreuungsgericht.

Da die Kapazitäten im Amtsgericht beschränkt sind, werden Betreuer, Angehörige von Betreuten oder anderweitig am Thema Interessierte um Anmeldung zur Veranstaltung gebeten unter Telefon 02461/ 681174 oder per E-Mail: werdenfelserweg@ag-juelich.nrw.de

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