Wer repariert die Welldorf-Güstener Tormaschine?

Von: hfs/tm
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Einsatzwillen kann man Germania Lich-Steinstraß nicht absprechen, hier kämpft Thomas Mudrack (gelbes Trikot) aufopferungsvoll gegen einen Bedburger Verteidiger. Foto: Mauer

Jülich. Hat sich Tabellenmäßig etwas nach der 2:3-Niederlage der Grün-Weißen aus Welldorf-Güsten im Kellerderby gegen Türkspor Bergheim verändert? Nein, die Rangfolge blieb gleich, die Ronig-Truppe aus dem Doppelort bleibt weiterhin auf dem drittletzten Tabellenplatz, gefolgt vom Bedburger BV und Schlusslicht Bergheim.

Einzige Neuerung: Alle drei Mannschaften haben jetzt neun Zähler, wobei die Grün-Weißen in der noch komfortablen Situation sind, gegenüber ihren Mitkonkurrenten um den Abstieg noch ein beziehungsweise zwei Nachholspiele bestreiten zu können.

„Unser Gast war einfach effektiver, zwei Torschüsse, zwei Treffer“, stellte Teammanager Jasmin Maslo fest, als die Grün-Weißen mit 2:3 verloren hatten. Dabei, so meinte er festgestellt zu haben, sei der Gastgeber besonders im ersten Durchgang feldüberlegen gewesen. „Wir hatten mehr Ballbesitz, haben auch einige sehr gefährliche Konter gefahren, aber die wurden leider nicht mit allerletzter Konsequenz zu Ende geführt“, konstatierte Maslo, der ein Remis als gerechtes Ergebnis betrachtet hätte. Was dem Aufsteiger fehlt – und dies wurde wiederum deutlich –, ist die Verwertung der herausgespielten Chancen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Welldorf-Güsten mit nur 14 erzielten Toren die schlechteste Offensive der gesamten Liga stellt. Daran, und da sind sich alle Beteiligten einig, muss gearbeitet werden. Gefragt ist Welldorf-Güsten schon am kommenden Sonntag. Da im Spiel gegen den TuS aus Langerwehe das Heimrecht getauscht hat, spielt Grün-Weiß zu Hause, um am Donnerstag, 8. Dezember die Nachholpartie in Brauweiler zu bestreiten. Damit ist dann offiziell die Hinrunde beendet, sieht man einmal von der abgebrochenen Partie gegen die Sportfreunde Düren ab. Letzte Pflicht in diesem Sportjahr, so sie denn stattfinden kann, ist das Derby gegen Germania Lich-Steinstraß, das der Spielplan für den 11. Dezember vorsieht.

Germania Lich-Steistraß: Die Euphorie und der Schwung aus dem Saisonbeginn ist weg bei Germania Lich-Steinstraß. Das 1:1 (0:0) beim Bedburger BV drückte einerseits das Potential aus, das in der Mannschaft steckt, andererseits aber auch die Schwächen, die bislang noch nicht abgestellt wurden.

„Da war viel mehr drin“, seufzte ein einigermaßen enttäuschter Jasko Coralic hinterher. „Für Bedburg war das ein sehr schmeichelhaftes Unentschieden.“ Wieder einmal war der Germanen-Trainer überhaupt nicht zufrieden mit der Chancenverwertung seiner Akteure. Genau daran hapert es bei Lich-Steinstraß seit geraumer Zeit. Zu viele Spiele gingen unnötig verloren, oder es reichte gerade zu einem Unentschieden, zu viele Punkte ließ der mit Aufstiegsambitionen gestartet Bezirksligist einfach liegen. „Wir können, wenn wir wollen“, übte sich Coralic in Optimismus.

Immerhin holte die Mannschaft einen Rückstand auf. Nach dem Strafstoß gegen Lich-Steinstraß brauchte es gerade mal zwei Minuten, bis Thomas Mudrack endlich wieder traf. Das war in der 66. Minute. Warum es die Mannschaft in den folgenden gut 20 Minuten nicht schaffte, noch einen drauf zu setzen, blieb ihr Geheimnis. Ein Geheimnis mit wochenlanger Geschichte.

Ein Lichtblick war der Auftritt. Mannschaftlich wirkte die Elf geschlossener, eine Entwicklung ist deutlich erkennbar. „Wir spielen viel organisierter“, konnte sich der Trainer freuen. Wenn jetzt noch mehr Ruhe ins Spiel kommt, klappt es vielleicht auch mit den Toren. Immerhin musste die Germania einige Verletzungsausfälle kompensieren. Die Aufstellung verlangte an manchem Sonntag dem Trainer großes Improvisationstalent ab. Das klappte auch in Bedburg ziemlich gut, Julian Fröschen-Weckauf bewies in der Abwehr Übersicht.

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