Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Von: spl
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Schneewitchen hat es mit ihrer
Schneewittchen hat es mit ihrer Stiefmutter nicht leicht: Belehrungen über Schönheit muss das junge Mädchen täglich ertragen. Die aufdringlichen Hofdamen hören nur allzu gerne mit. Foto: Plahm

Jülich. „Ich bin wirklich schön, schöner noch als schön”, beglückwünscht sich die Königin zu ihrer eigenen Anmut. „Ich bin schöner als das Leben und schöner als die Liebe.” Davon ist die Herrscherin fest überzeugt. Und so rät sie: „Macht euch vollkommen, nur dann werdet ich glücklich sein.”

Doch schon bald macht ihr das Spieglein an der Wand einen Strich durch die Rechnung. Nichts hört die Königin lieber als die Worte des Zauberwesens: „Ihr seid die Schönste hier.”

Aber eines Tages hat ihre Stieftochter Schneewittchen so an Schönheit gewonnen, dass sie die alternde Königin gänzlich in den Schatten stellt. Wie es weitergeht, ist jedermann aus dem berühmten Kindermärchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge” der Gebrüder Grimm bestens bekannt.

Überzeugende Inszenierung

Bezaubernd umgesetzt wurde die Geschichte „Schneewittchen - Das Musical” am Donnerstag in der Stadthalle Jülich vom Theater Liberi. In der Rolle des Schneewittchens überzeugte die junge Musical-Darstellerin Isabel Flössel. Mit ihrer anmutungsvollen Art und ihrer wohlklingenden Stimme hauchte die 22-Jährige der Hauptrolle Leben ein und zog damit im Handumdrehen den jungen Prinzen Kai, gespielt von Musical-Darsteller Christian Hamann, in ihren Bann.

Doch auch er kann Schneewittchen zunächst nicht vor den grausamen Plänen der Königin (Anja Dorrer) bewahren. Die hat ihren zwei äußerst schrägen Hofdamen (Carolin Pommert und Janina Stiem) den Auftrag erteilt, den Jäger herbeizuführen. Er soll Schneewittchen im Wald ermorden. Doch der junge Mann bringt es nicht übers Herz und lässt die Schönheit laufen. Christian Hamann überzeugte mit seinem schauspielerischen Talent auch in dieser Rolle und legte den charmanten Prinzencharakter schnell ab, um den etwas unheimlichen aber doch gutherzigen Jäger zu mimen.

Im Wald wird Schneewittchen zunächst von den aberwitzigen Zwergen Tobi und Paul sowie deren fünf Freunden aufgenommen.

Vor wenigen Minuten noch in zwei Mädchenrollen spielten Carolin Pommert und Janina Stiem auch die beiden etwas zu klein geratenen Waldbewohner Tobi und Paul mit den passenden Eigentümlichkeiten. Das fanden auch die zahlreichen kleinen Zuschauer im Kindergarten- und Vorschulalter, die mit ihren Eltern in die Stadthalle gekommen waren. Mit schallendem Lachen erfreuten sie sich an den urkomischen Tänzen und witzigen Sprüchen der Zwerge.

Doch auch die neuen Freunde Schneewittchens können das junge Mädchen nicht vor den bösen Machenschaften der Königin bewahren.

Die hat in ihrem Rachewahn einen Apfel vergiftet und ihn, als alte Frau verkleidet, Schneewittchen untergejubelt. Der Apfel stellt sich aber als Wunschapfel heraus. Natürlich ist es Schneewittchens Wunsch von Prinz Kai mit einem Kuss aus jeder Art von Schlaf geweckt zu werden. Und das gelingt auch. Nachdem Prinz Kai sich zur Hütte der sieben Zwerge durchgeschlagen hat, schafft er es, Schneewittchen mit einem Kuss aus dem Schlaf infolge der Vergiftung zu wecken. Die beiden frisch Verliebten feiern mit fröhlichem Gesang ihr Zusammentreffen.

Regisseur Helge Fedder hat mit seiner stimmigen Inszenierung ein spannendes und humorvolles Musical auf die Beine gestellt, das nicht ohne Grund bereits in über 40 Städten zu sehen war.
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