Wenns einmal schief läuft: Kettenreaktion nach Unfall

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Jülich. Ein Verkehrsunfall in der Römerstraße hat am Mittwochabend eine Verkettung von unglücklichen Reaktionen ausgelöst. Dabei entstand ein geschätzter Sachschaden von etwa 6000 Euro.

Nach den Feststellungen an der Unfallstelle befuhr ein 42 Jahre alter Mann aus Niederzier gegen 19.45 Uhr mit seinem Pkw die L136 von Stetternich in Fahrtrichtung Jülich. An der zur Verkehrsberuhigung eingerichteten Verschwenkung am Ortseingang fuhr er offenbar einfach geradeaus und riss dabei zwei Verkehrszeichen um.

Seine Fahrt setzte der Mann jedoch fort. Erst im Zeisigweg stellte er den Wagen ab, weil daran am Unfallort die Ölwanne aufgerissen worden war. Anschließend meldete sich der 42-Jährige telefonisch bei der Polizei.

Zwischenzeitlich hatte sich eine bisher nur namentlich bekannte Frau aus Jülich mit ihrem Auto aus Richtung Stadtmitte der Unfallstelle genähert. Sie hielt vermutlich an, um die auf der Fahrbahn liegenden Verkehrszeichen sowie die beim Aufprall abgerissenen Teile des Unfallfahrzeuges wegzuräumen.

Bei der Beseitigung der Gefahrenstelle erhielt sie zusätzlich Unterstützung von einer 28 Jahre alten Jülicherin, die ebenfalls aus Richtung Innenstadt mit ihrem Fahrzeug an der Unfallstelle eingetroffen war.

Da sich die Erstgenannte aber nach Angaben eines noch hinzugekommenen Zeugen nicht wohl fühlte, verließ sie die Unfallstelle schon bald wieder. Beim Wegfahren fuhr sie mit den Reifen ihres Pkw durch weitere Trümmerteile, die noch auf der Straße verblieben waren, so dass diese hoch geschleudert wurden und Kratzer auf der Motorhaube am Fahrzeug der 28-Jährigen verursachten.

Noch bevor die Unfallstelle von den eingesetzten Polizeibeamten abgesichert werden konnte, wurde ein 38-jährige Autofahrerin aus Jülich ebenfalls noch in die Unfallsituation verwickelt. Sie war mit ihrem Kfz von Stetternich angefahren gekommen und muss auch durch Überreste der Unfallspuren gefahren sein. An ihrem Wagen wurde daraufhin der Tank aufgerissen, wodurch das Benzin auslief und auch in einen Abwasserkanal geriet. Deshalb mussten die Feuerwehr Jülich, das Ordnungsamt und der Bauhof der Stadt Jülich sowie die Untere Wasserbehörde des Kreises alarmiert werden.

Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein des 42-Jährigen, der den Beamten gegenüber zur Unfallursache angegeben hatte, kurz nicht aufgepasst zu haben.
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