Wenn Männer Freunde fürs Leben werden

Von: heb
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Die Mädels von den „Sternschnuppen“ Bockenroth ließen die Beine für die Herren bei der Sitzung der beiden Karnevalsgesellschaften schwingen. Foto: Hendrik Buch

Niederzier. „Wenn sich Männer gegenseitig ein Bier ausgeben, dann sind sie danach Freunde fürs Leben“, beschrieb Redner „Hastenraths Will“ die Vorteile des simplen, aber zufriedenen Wesens der versammelten Männerschaft auf der Herrensitzung in der Neuen Mitte Niederzier. Zum zweiten Mal hatten sich dort die männlichen Jecken versammelt, um auf die gemeinsame Einladung der KG „Fidelio“ aus Niederzier und der KG „Frohsinn“ aus Oberzier zu feiern.

Nach knapp 200 Besuchern im Vorjahr hatten am Samstag 260 Herren den Weg auf die Sitzung gefunden – die Idee „Herrensitzung“ in Niederzier scheint also zu zünden.

Ungewöhnlich: Während der ersten dreieinhalb Stunden verzichtete die Programmplanung dabei komplett auf Live-Musik. Stattdessen gingen gleich drei Redner-Programmpunkte auf die Bühne – diese trafen aber allesamt mit ihrem Humor ins Schwarze und den Geschmack der Herrengesellschaft.

Neben „Hastenraths Will“ überzeugte auch das herrliche Rentnerduo „Willi und Ernst“ auf ganzer Linie. Bauchredner Peter Kerscher und seine schlagfertige Kuh „Dolly“ mussten nach einer kurzen Pause zwar erst gegen eine etwas unruhige Atmosphäre ankämpfen, spätestens als „Dolly“ dann aber durch Prinz Roland (Schmitz) als „Handpuppe“ ersetzt wurde, hatte auch Kerscher die Narren auf seiner Seite.

„Eviva Espana“ verwöhnte der Anführer des Dreigestirns da sein närrisches Volk mit wundervollem – und überraschend hohem – Gesang. Tänzerisch konnten die KGs, die auch im Tanzsport zusammenarbeiten, mit eigenen Programmpunkten aufwarten. So schwang Mariechen Jill Nießen das Tanzbein für die jecken Männer und die Schautänzer von den „Sunshines“ zeigten ihren „Karneval der Nationen“.

Daneben ließen auch die angereisten „Sternschnuppen“ aus Bockenroth die Bühne krachen.

letztlich zum Wohl der Redner und Tänzer – mit Live-Musik zurückgehalten hatte, gab es diese dafür am Ende in geballter Form. Zuerst zeigte die Linus-Show ihr ausgefallenes Cover-Programm und direkt im Anschluss versorgten „Schäng“ und die „Big Maggas“ die Narren mit über anderthalb Stunden Musik und Gesang am Stück.

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