Wenn im Brückenkopf-Zoo Münzen „vom Himmel“ fallen

Von: ptj
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Ein neuer „Gravitationstrichter“ sorgt für klingende Münze: Die Münze rollt nach den gleichen Prinzipien um die Mitte des Trichters wie die Planeten um die Sonne. Foto: Jagodzinska
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Die Vergrößerung des Wolfsgeheges nimmt den Vorstand des Brückenkopf-Vereins in Anspruch. Foto: Jagodzinska

Jülich. Der rührige Brückenkopfverein Jülich unterstützt den Brückenkopf-Zoo nicht nur finanziell. „Wir sind aktiv, wir entwickeln selbst“, so drückte sich Vorsitzender Dr. Markus Boner aus. In der ersten Bauphase befindet sich bekanntlich das Projekt „Erweiterung des Wolfsgeheges“.

Am Ende wird es sogar einen Wolfspavillon als Begegnungsstätte geben, von dem aus die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten sein werden. Hier können künftig Besucher übernachten – nur durch eine Glasscheibe vom nachtaktiven Wolfsrudel getrennt.

Das Rudel muss freilich erst entstehen. Während die beiden betagten, 15 Jahre alten Polarwölfe für sich bleiben, sollen die von Zootierpfleger Henry Fisch handaufgezogenen zweijährigen Wolfsmädchen „Citalie“ und „Tobi“ mit zwei Jungwölfen gepaart werden.

„Es geht darum, die Wölfe kennenzulernen. In der Region ist das ein einzigartiges Projekt“, erklären Boner und sein Vorstandsteam. Das um rund 300 Prozent erweiterte Gehege im naturbelassenen Waldgebiet mit Höhle, erhöhtem Liegeplatz und Schwimmbad für die Wölfe ist bereits gut erkennbar. Verbesserte Absperr- und Trennmöglichkeiten sollen zudem die Arbeit der Tierpfleger erleichtern.

Auch mit Wolfskamera

Im zweiten Bauabschnitt entsteht dann die Wolfsbegegnungsstätte mit Glasabtrennung, die einen ungetrübten Blick auf die Tiere bietet. Hinzu kommen ein ausführliches Informationsangebot und spezielle Aktionen für Wolfsfreunde. „Wolfskameras“ sorgen für entsprechendes Bildmaterial. Realisiert wird das Projekt durch das Team des Brückenkopf-Zoos und seine Partner, gebaut von der Brückenkopf-Park gGmbH und gefördert durch den Brückenkopf-Verein Jülich mit Paten und Sponsoren.

Zum Parkjubiläum 2018 soll das mit mindestens 40.000 Euro kalkulierte Projekt fertiggestellt sein. Vermutlich ab Oktober beschäftigt sich der Brückenkopfverein mit seinem nächsten Projekt, einem großen Ottergehege an der Stelle des ehemaligen Haustiergeheges. „Der Park ist ja nicht nur Entertainment, sondern soll ja auch pädagogisch wirken“, lautet Boners Begründung für so viel Engagement.

Für klingelnde Münze mit Blick auf die großen Projekte sorgt seit gut zwei Wochen ein so genannter „Gravitationstrichter“ unter einem Pavillon, und zwar „das größte Exemplar, das es gibt“. Hierbei bewegen sich die Münzen der Besucher auf der knallroten Trichterplatte nach den gleichen Gesetzen um die Mitte des Trichters wie die Planeten um die Sonne. Die Reibung sorgt allerdings im Gegensatz zu den Planeten dafür, dass die Münzen langsamer werden und nach einiger Zeit ins Zentrum (Münzensammelbehälter) fallen.

Die genaue Erklärung des physikalischen Grundprinzips ist noch nicht zu lesen, dafür aber der Sinn der Geldspende: „Auch Kleinvieh macht Mist – jede Münze hilft unserem Zoo – Danke“!

Der Gravitationstrichter wird sehr gut angenommen und ersetzt den „ausgedienten Krächz-Uhu“. Hier war die Elektronik „so marode, dass der Uhu anfing zu krächzen, statt danke zu sagen“, so Boner. Der Pavillon mit Trichter soll mindestens zehn Jahre lang erhalten bleiben.

Zu Erdmännchen geklettert...

Enttäuschend ist in diesem Zusammenhang der Vandalismus, der vor einigen Tagen einen Höhepunkt erreichte. Viele Schulklassen liefen, zum Teil anscheinend unbeaufsichtigt, durch den Park, gossen etwa Cola in den Gravitationstrichter oder kletterten ins Erdmännchengehege, das nicht als Streichelzoo angelegt ist. Natürlich können die Lehrer nicht „die Erziehung übernehmen“, ihrer Aufsichtspflicht genügen hingegen schon.

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