Linnich - Wenn es in der Schulter nicht mehr rund läuft

Wenn es in der Schulter nicht mehr rund läuft

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Wenn Oberam und Schultergelenk nicht mehr „reibungslos“ funktionieren, ist das der Ausgangspunkt vieler Schmerzen. Foto: Stock/Science Photo Lirary
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Schulterschmerzen beeinträchtigen die Betroffenen bei der Arbeit und in der Freizeit. Foto: H. Schroeter

Linnich. Die Schulter ist aufgrund ihres Aufbaus aus Knochen und Sehnen sowie Muskeln ein sehr komplexes Gefüge. Bei der Arbeit, beim Sport oder bei alltäglichen Handgriffen setzen viele Tätigkeiten und Bewegungen ein gut funktionierendes Schultergelenk voraus. Doch was tun, wenn dieses Gelenk Schmerzen verursacht und Probleme bereitet?

Antworten darauf gibt es am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr im Linnicher Rathaus an der Rurdorfer Straße 64. Bei einem Vortragsabend zum Thema „Diagnostik und Therapie von Schultererkrankungen – Aktueller Stand“ werden vier medizinische Experten informieren.

Zunächst referiert Bettina Esser, Fachärztin für Chirurgie im St.-Josef-Krankenhaus Linnich, über die Anatomie der Schulter. Anschließend spricht Dr. René Mombartz, Oberarzt der Chirurgie (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin), über Diagnose und Therapie des Schulterengpasssyndroms (Impingement-Syndrom). Philipp Seelig, Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des Klinikums Emden, gibt einen Überblick über die Verrenkung des Schultergelenks (Luxation), bevor der Chefarzt der Abteilung für Chirurgie im St.-Josef-Krankenhaus, Arjan Mullahi (Facharzt für Chirurgie, spezielle Unfallchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie), über den Schultergelenk-Ersatz spricht.

Die Mediziner beantworten nach ihren Vorträgen Fragen aus dem Publikum. Die AOK Rheinland/Hamburg ist Kooperationspartner dieses Informationsabends. Geschäftsstellenleiter Thomas Prell wird ebenfalls für Fragen der Zuhörer bereitstehen. Der Eintritt ist frei.

Aufgrund einseitiger Belastung oder fehlender Bewegung kann jeder an der Schulter erkranken. Am Schulterdach können sich zum Beispiel Zacken bilden, die im Laufe der Zeit aneinander reiben. Sie müssen auf jeden Fall entfernt werden, weil sie sonst auch die Weichteile in der Schulter beschädigen können.

Ursache Verschleiß

Beim Impingement-Syndrom schlägt, meist aufgrund von Verschleiß, der Oberarmkopf beim Abspreizen des Armes gegen das Schulterdach. Bei der sogenannten endoskopischen subacromialen Dekompression erweitert der Arzt über zwei winzige Hautschnitte unter endoskopischer Sicht mit einer kleinen Kugelfräse den Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach.

Die Luxation oder Verrenkung des Schultergelenks kann unfallbedingt auftreten oder während der Betroffene alltägliche Handgriffe vornimmt. Dann tritt sie wiederholt auf. Eine Röntgenuntersuchung gibt Aufschluss, ob die Schulter ausgekugelt ist.

Ein künstliches Schultergelenk kommt zum Einsatz, wenn Krankengymnastik, Schmerztherapie und Spritzenanwendung nichts mehr gegen Schultergelenkschmerzen aufgrund von Schultergelenksverschleiß (Arthrose) bewirken. In der Regel genügt es, den Oberarmkopf zu entfernen und einen Prothesenschaft mit einer Kugel einzubauen. In besonderen Fällen muss der Facharzt auch die Schultergelenkspfanne ersetzen. Die Schulterendoprothesen-Operation ist wie die Hüft- und Knieendoprothesen-Implantation heute ein zuverlässiges und ausgereiftes Verfahren mit langfristigen Ergebnissen. Ziel ist es, wenn alle konservativen Mittel ausgenutzt sind, Schmerzfreiheit zu erlangen, das Fortschreiten von Arthrose zu verlangsamen und die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist wie immer frei.

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