Stetternich - Wendelinusbrot und Tiersegnung

Wendelinusbrot und Tiersegnung

Von: jago
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Diakon Josef Witzleben zog an der Wendelinuskapelle mit den Messdienern an den Tieren vorbei und segnete jedes einzelne mit Weihwasser. Foto: Jagozinska

Stetternich. „Wir sind hier zusammengekommen, um eine Tradition zu wahren, die nicht zu Ende gehen soll.“ So begrüßte Diakon Josef Witzleben die vielen Gläubigen, die sich an der Stetternicher Wendelinuskapelle zu einer besonderen Andacht eingefunden hatten.

Als Namensgeber der Kapelle ist der Heilige Wendelinus ebenso Patron der Landwirte und wird als Schützer des Viehs angerufen. Seitdem die Kapelle vor einigen Jahren restauriert worden ist, trifft man sich nun wieder einmal im Jahr zur Segnung des Wendelinusbrots und abschließend zur Segnung von Pferden und kleineren Haustieren.

In der Andacht vertiefte der Diakon die Entscheidung des Heiligen Wendelinus, der sich, aus königlichem Geschlecht stammend, für ein Leben im Dienste Gottes entschieden hatte. Dies ist um so bemerkenswerter, da zu Wendelinus‘ Lebzeiten im sechsten Jahrhundert die Gesellschaft vom Kampf um Macht und Besitz geprägt war, er selbst jedoch zum Zeichen „eines fruchtbaren Lebens, aus dem die Liebe für die Welt erwächst“ wurde.

Tiere als Mitgeschöpfe achten

Diakon Witzleben übertrug das Bild in die heutige Zeit und ermunterte die Gläubigen: „Auch wir haben von Gott Samen erhalten. Lasst uns aus diesen Früchte des Lebens für alle machen.“ In Anlehnung an den Schützenleitsatz von Glaube, Sitte, Heimat fügte er hinzu: „Wir sind Glaube, Heimat und Liebe unseres Schöpfers, lasst uns die Tiere als unsere Mitgeschöpfe achten.“

Dass Gebete, Besinnung und Gespräche zu mehr Liebe in dieser Welt beitragen mögen, war ein Anliegen der Andacht. Diakon Witzleben griff auch das Flüchtlingsthema auf und wünschte, dass die hier ankommenden Menschen mit in die Freude hinein genommen würden. Auch wenn die in früheren Zeiten am Wendelinustags stattfindende Wolfshovener Kirmes nur noch in den Gedanken der älteren Andachtteilnehmer lebendig sei, finde sie eine Fortsetzung im Beisammensein im Anschluss an die Andacht.

Wer während der Segnung der Pferde, Hunde und Kleintiere noch kein gesegntes Wendelinusbrot erhalten hatte, bekam dies dort von Mitgliedern der St.-Sebastianus- Bruderschaft übergeben, die sich bei der Gestaltung der Andacht stets mit großem Engagement einbringen.

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