Lamersdorf - Wellpappenwerk Lamersdorf hat trotz der Insolvenz gute Chancen

Wellpappenwerk Lamersdorf hat trotz der Insolvenz gute Chancen

Von: Antonius Wolters
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Der Eingangsbereich des Wellpappenwerks Lamersdorf, für das ein Insolvenzantrag gestellt worden ist. Foto: Wolters

Lamersdorf. Für das Wellpappenwerk Lamersdorf ist zwar ein Insolvenzantrag gestellt worden, doch das Unternehmen mit seinen insgesamt 74 Beschäftigten ist noch längst nicht am Ende: „Wir machen weiter“, verkündete der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Mark Boddenberg am Montag, dass der Geschäftsbetrieb wie bisher weiterläuft. Zudem äußerte er sich optimistisch, dass auch die Sanierung gelingen wird.

Peter Nathaus, Geschäftsführer der Peter Bernard Marx GmbH & Co. KG, aus der das Wellpappenwerk Lamersdorf hervorgegangen ist, hatte am Donnerstag vergangener Woche wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aachen gestellt.

Eigenantrag frühzeitig gestellt

Der Dürener Rechtsanwalt Dr. Mark Boddenberg, der als Insolvenzverwalter bestellt wurde, ist ganz froh, dass der Eigenantrag so rechtzeitig gestellt worden ist. „Ich komme zur Unterstützung und kann frühzeitig helfen“, beschreibt er seine Bemühungen, um eine Sanierungslösung zu finden und dem Betrieb wieder auf die Beine zu helfen.

Angedacht sei eine Eigensanierung, verriet Boddenberg, der als Alternative auch die Möglichkeit eines Verkaufs prüfen wird. „Es sieht gut“, erachtet der Fachanwalt für Insolvenzrecht die Ausgangssituation des Wellpappenwerks als denkbar günstig: Es gebe eine motivierte Belegschaft, ausreichend Liquidität, um Rohstoffe einzukaufen, und genügend Aufträge für die kommenden Wochen.

Bei den Betriebsversammlungen am Freitag und Montag verstand es der Insolvenzverwalter nicht nur, mit seiner guten Laune die Belegschaft mitzureißen, er nannte den Beschäftigten auch harte Fakten: Deren Gehalt wird pünktlich gezahlt, kommt als Insolvenzgeld allerdings aus der Kasse der Bundesanstalt für Arbeit.

Mark Boddenberg muss mit seinen Bemühungen eine Umstrukturierung vollenden, die bereits 2010 begonnen worden ist. Seither wurde der Maschinenpark des Wellpappenwerks modernisiert, in dem Papierbögen zugekauft und zu Kartonagen weiterverarbeitet werden. Im Zuge der Sanierung sind bereits in zwei Schritten insgesamt rund 40 Arbeitsplätze abgebaut worden, bevor dem Unternehmen nun die Luft ausging.

Der Insolvenzverwalter ist nun angetreten, den „langen Sanierungsweg“ zu einem erfolgreichen Ende zu führen.

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