Welldorfer Beitrag zu weltweiten Klimaschutzzielen

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Da ist der Förderbescheid: Staatssekretär Thomas Rachel (M.) überreichte die Zusage an Firmengründer Peter Kalkert (r.) in Welldorf. Bürgermeister Axel Fuchs bedankte sich für die Treue zum Standort Jülich. Foto: Jansen

Welldorf. Wenn Dr. Peter Kalkert das Ziel seines Unternehmens formuliert – die Zementindustrie umwelt- und energieschonender zu machen –, klingt das erst einmal nicht sehr spektakulär.

Wenn Thomas Rachel, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung und Bildung, dann aber erklärt, dass die weltweite Zementindustrie genau so viel Kohlenstoffdioxid ausstößt wie alle privaten Autos auf der Welt, wird klar, in welchen Dimensionen gedacht wird.

„Das ist für das Erreichen der Klimaschutzziele eine relevante Forschung“, sagte Rachel, als er am Mittwoch einen Förderbescheid an Kalkerts Unternehmen Kima Echtzeitsysteme in Welldorf überreicht hat. Das Unternehmen hat die Fördergelder mit zwei weiteren Firmen, Di Matteo Förderanlagen aus Beckum und Kima Automatisierung aus Gronau, sowie dem Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) beantragt. 1,1 Millionen Euro stellt das Ministerium den vier Projektpartnern zur Verfügung, damit diese ein Computerprogramm entwickeln, mit dem realitätsnah simuliert werden kann, wo Zementwerke Energie einsparen und Kohlenstoffdioxid-Ausstoß reduzieren können. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt fungiert als Projektträger.

Das Computerprogramm muss realitätsnah sein, denn für Experimente sei in der Zementindustrie wenig Raum, wie Kalkert betonte. „Das Herstellen von Zement ist der größte industrielle Einzelprozess überhaupt“, sagte er. Die Maschinen seien riesig, geringe Veränderungen an den Einstellungen hätten schnell Auswirkungen, die finanziell in die Millionen gehen können. Deswegen haben die vier Partner mit der Spenner Zement GmbH ein Unternehmen gefunden, das mit seinen Produktionsanlagen die Realitätsnähe ermöglicht.

„Ich kenne Welldorf“, sagte Rachel. „Aber dass Welldorf innovationspolitisch eine Bedeutung hat, war mir nicht bekannt. Aber das ändern wir heute“, sagte Rachel. Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs bedankte sich bei Kalkert für dessen Bekenntnis zum Standort Jülich. Kima Echtzeitsysteme erhält 277.000 Euro, 205.000 Euro gehen an Di Matteo, 461.000 Euro an den VDZ, 161.000 Euro an Kima Automatisierung.

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