Jülich - Welldorf-Güsten zeigt trotz 6:1-Sieg „zu wenig Fußball“

Welldorf-Güsten zeigt trotz 6:1-Sieg „zu wenig Fußball“

Von: hfs./tm
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Jülich. Vom Ergebnis her zwiegespalten war das Wochenende der beiden Fußballbezirksligisten aus dem Nordkreis. Hier der klare 6:1-Heimsieg von Grün-Weiß Welldorf-Güsten gegen Bachem, dort die ebenso verdiente 1:3-Niederlage von Germania Lich-Steinstraß bei den Sportfreunden Düren.

Grün-Weiß Welldorf-Güsten: Mit dem Ergebnis sei er zufrieden gewesen, aber nicht mit der Art und Weise, wie man Fußball gespielt habe. Als Welldorf-Güstens Trainer Winnie Ronig nach seinen Gefühlen angesichts des 6:1-Heimsieges gefragt wurde, reagiert er eher schmallippig. „Ich bin ein Perfektionist, es war mir einfach zu wenig Fußballspiel, zu viel Krampf, besonders in den ersten 45 Minuten.“

Wer die erste Hälfte erlebte hatte, musste dem Trainer eigentlich zustimmen. Die Gastgeber agierten gemächlich, erspielten sich Chancen, ließen aber dabei den nötigen Druck vermissen. „Es hat mir einfach zu lange gedauert, bis wir aus der Vielzahl der Möglichkeiten den dritten Treffer gemacht haben. Hätte Thomas Pietta nicht mit zwei tollen Paraden geglänzt, hätte unsere 2:1-Führung keinen Bestand mehr gehabt. Ich will mir nicht ausmalen, wie das Spiel dann verlaufen wäre.“

Doch alles Wenn und Aber wich auch bei Ronnig, als Julian Schmidt in der 71. Spielminute einen sehr schönen Pass auf Mussa Makki legte, der diesen weiter leitete auf Mohammed Makki, der den dann versenkte zum erlösenden 3:1. Die letzte Viertelstunde war aus Sicht der Gastgeber ein Selbstläufer. Der VfR Bachem, der personell auf dem letzten Loch pfiff, musste noch einen Platzverweis (75.) hinnehmen.

Beim Abpfiff hieß es dann 6:1 für die Grün-Weißen, bei denen sich der zur Winterpause gekommene Takuya Nagae mit seinem ersten Saisontor zum 1:0 (32.) und zwei Torvorlagen für weitere Aufgaben empfahl. Und endlich traf auch der immer rackernde und vorbildlich kämpfende Semir Kovacevic. Mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 6:1 markierte er sein erstes Saisontor.

Für Welldorf-Güsten geht es am Sonntag (15 Uhr) gegen den Gast von DJK Viktoria Frechen, der in der Tabelle mit 26 Punkten den aktuellen neunten Rang einnimmt. Welldorf-Güsten bringt es bei allerdings zwei Spielen weniger auf Platz 13 mit 21 Zähler.

Germania Lich-Steinstraß: Keinen guten Tag erwischte Germania Lich-Steinstraß am vergangenen Sonntag bei Sportfreunde Düren. Obwohl die Mannschaft gegen den Dritten der Bezirksliga zur Pause noch mit 1:0 vorne gelegen hatte, verlor sie dennoch am Ende mit 1:3 und büßte zudem zwei Spieler mit roter oder gelb-roter Karte ein.

Es hatte so gut begonnen beim Lokalrivalen. Sowohl Markus Neuber (22.) als auch Björn Schneider (40.) hatten sichere Chancen auf dem Fuß. Beiden fehlte jedoch die Abgeklärtheit, sich allein vor dem gegnerischen Torhüter nicht beirren zu lassen. Anders Caner Güzel, der die Nerven besaß, im Strafraum noch einen Gegenspieler aussteigen zu lassen und dann sicher ins lange Eck einzuschieben (32.).

Ausgerechnet ein Routinier wie Markus Neuber leitete die Wende zu Gunsten der Sportfreunde ein. Den von ihm verursachten Foul-Elfmeter verschoss Dominik Klepgen zwar, aber die Gastgeber witterten ihre Möglichkeit und wurden immer stärker. Den nächsten Foul-Elfmeter nutzte Ali Makki dann entschieden (59.) zum Ausgleich.

Unmittelbar anschließend verabschiedete sich zudem Alex Müllenberg mit Rot, der Widerstand war gebrochen. Und wenn dann noch ein 25-Meter-Sonntagsschuss im Toreck landet (71.), dann besteht für Lich-Steinstraß keine Chance mehr, das Ruder noch herum zu reißen. Das 3:1 erneut durch Makki (81.) und die gelbrote Karte von Björn Schneider spielten da eigentlich keine Rolle mehr.

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