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Weitere Bombe am Kreuz Jackerath gesprengt

Von: jan/jago/ptj
Letzte Aktualisierung:
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Nach den Sprengungen von zwei Weltkriegsbomben am Autobahnkreuz Jackerath stellt sich für die Gemeinde Titz die Kostenfrage.
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Nach den Sprengungen von zwei Weltkriegsbomben am Autobahnkreuz Jackerath stellt sich für die Gemeinde Titz die Kostenfrage. Foto: Jagodzinska
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Am Mittwochmorgen ist die nächste Weltkriegsbombe in der Nähe des Titzer Ortsteils Jackerath gefunden worden. Teile von Titz mussten für die Sprengung abgesperrt werden.
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Am Mittwochmorgen ist die nächste Weltkriegsbombe in der Nähe des Titzer Ortsteils Jackerath gefunden worden. Teile von Titz mussten für die Sprengung abgesperrt werden. Foto: CUH
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Am Mittwochmorgen ist die nächste Weltkriegsbombe in der Nähe des Titzer Ortsteils Jackerath gefunden worden. Teile von Titz mussten für die Sprengung abgesperrt werden.

Jackerath/Titz. Die zweite Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwochmittag in der Nähe des Autobahnkreuzes Jackerath gesprengt worden. Um 14.12 Uhr hat der Kampfmittelräumdienst die Fünf-Zentner-Bombe kontrolliert gesprengt.

Im Gegensatz zum Bombenfund vom Dienstag mussten die Autobahnen 61 und 44 diesmal nicht gesperrt werden, weil der Fundort ein Stück weiter westlich gelegen ist und die Autobahnen damit nicht mehr von der Sicherheitszone mit einem Radius von 500 Metern betroffen waren. Gesperrt werden musste lediglich die Autobahnabfahrt Jackerath. Genau wie am Dienstag mussten rund 230 Jackerather Bewohner evakuiert werden. „Die Jackerather haben beide Evakuierungen mit großer Gelassenheit hingenommen“, sagte der Beigeordnete Christian Canzler, der den Bombeneinsatz für die Gemeinde koordiniert hat. Diesmal hat die Gemeinde am Pfarrzentrum der katholischen Kirchengemeinde Jackerath einen Sammelpunkt für die Betroffenen eingerichtet.

Die Experten des Kampfmittelräumdienstes hatten sich zuvor erneut dafür ausgesprochen, die Bombe zu sprengen, da sie ein Bergen und Entschärfen als zu risikoreich eingestuft hatten. Deswegen richten Polizei, Feuerwehr und Mitarbeiter der Gemeinde wieder einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von 500 Metern um den Fundort ein. Mittlerweile steht fest, dass es sich bei den beiden Bomben nicht um amerikanische Fabrikate gehandelt hat. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes haben sie als deutsche Fliegerbombe klassifiziert.

„Es gibt in Jackerath die Erzählung, dass an dieser Stelle im Krieg ein deutscher Bomber abgestürzt ist. Ob es da einen Zusammenhang gibt, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Das ist Spekulation“, sagte Canzler. Ob im Zuge der Bauarbeiten bei Jackerath weitere Bomben gefunden werden, lässt sich laut Canzler nicht sagen. Zwischen Jackerath und Holzweiler wird eine Trasse der Landstraße 19 verlegt und gleichzeitig arbeitet RWE an einer Sümpfungswasserleitung für den Tagebau Garzweiler II. „RWE und der Kampfmittelräumdienst haben den weiteren Trassenverlauf sondiert. Sie gehen erst mal nicht davon aus, dass noch eine Bombe gefunden wird“, sagte Canzler. „Aber eine Garantie darauf geben sie nicht. Das ist nie möglich.“

Die ursprünglich für 14 Uhr geplante Sprengung hatte sich wie am Vortag verzögert, weil sich Schaulustige unerlaubt in die Sicherheitszone begeben hatte.

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