Weihnachtskisten-Aktion der Jülicher Tafel angelaufen

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Menschen in Not eine Freude bereiten: Elisabeth Busch ist eine von vielen Jülichern, die bei der Tafel-Aktion Weihnachtskisten im Kulturbahnhof für Bedürftige abgeben. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Jedes Jahr ist die Weihnachtskisten-Aktion der Jülicher Tafel mit einem Nervenkitzel verbunden. Reichen die Kisten – oder reichen sie nicht? 400 Pakete sind in diesem Jahr notwendig, um alle angemeldeten Tafel-Kunden beschenken zu können. Klar ist die Zahl der Anmeldungen, klar ist auch, dass die Bedürftigkeit der Menschen gestiegen ist. Unsicher ist die Größe der Hilfsbereitschaft.

Die Geschenk-Aktion der Jülicher Tafel unterstützt Menschen in Not mit Lebensmitteln für eine festliche Mahlzeit an Weihnachten. Die Aktion wird von unserer Zeitung und dem WDR begleitet.

Für die Sammelaktion und die Übergabe der Kisten im festlichen Rahmen stehen die Räume des Kulturbahnhofs zur Verfügung. Texte in fünf Sprachen informieren im Eingangsbereich über die Aktion und die Traditionen zur Weihnachtszeit. Studenten der Fachhochschule übersetzen die Informationen in arabischer, englischer, deutscher, französischer und russischer Sprache. So können Flüchtlinge und Neubürger nachlesen, was es mit der Geschenkeaktion auf sich hat. Wichtig ist den Organisatoren herauszustellen, dass es um eine religionsübergreifende solidarische Handlung gehe, um Menschen – egal welchen Glaubens – einander näherzubringen.

Damit weihnachtliche Stimmung aufkommt, schmücken die ehrenamtlichen Mitarbeiter den Kulturbahnhof, stellen Kerzen und eine Weihnachtskrippe auf, bringen Lichterketten zum Leuchten, Plätzchen und Orangen stehen bereit. „Für die Bedürftigen soll es eine freudige Überraschung sein“, sagt Tafel-Vorstandsmitglied Gerhild Lottner. Auch der Eingangsbereich werde noch gemütlich hergerichtet: als Cafeteria. Es ist ein Kommen und Gehen, die Spender bringen die Kisten, die mit Delikatessen gefüllt sind. Liebevoll sind die Geschenke in Weihnachtspapier eingeschlagen. Einige Spender legen Kinderspielzeug dazu, Tischdecken, Kerzen, eine Flasche Wein oder Sekt. Andere ergänzen die Kisten mit einem Gutschein – zum Beispiel für den Metzger.

Die Weihnachtskisten sind für eine, zwei oder auch für sieben Personen gepackt. Einige sind so schwer, dass die Spender sie nur mit Mühe tragen können und froh sind, sie den Mitarbeitern der Tafel übergeben zu können. Elisabeth Busch ist eine der rund 400 Bürger, die Kisten in den Kulturbahnhof bringen und an Menschen in Not verschenken: „Uns geht es so gut, sagt sie, „wir können uns so vieles leisten. Ich möchte, dass auch andere Familien an Weihnachten glücklich sind.“

Ähnlich sieht es Marlene Kurt. Sie findet es ebenfalls wichtig, bedürftigen Menschen zu helfen und beteiligt sich schon seit es die Weihnachtskistenaktion in Jülich gibt. „Der Termin steht fest in meinem Kalender.“ Auch die langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin Margitta Kupzig ist die Aktion der Tafel ein Bedürfnis: „Sie glauben nicht, wie schön das ist, wenn die Menschen im Eingang stehen und vor Staunen die Luft anhalten“.

Bis 16 Uhr hatten die Jülicher am Mittwoch 320 Pakete abgegeben.

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