Aldenhoven - Weihnachtsengel: Bescherung für 63 Kinder

Weihnachtsengel: Bescherung für 63 Kinder

Von: gre
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Bürgermeister Ralf Claßen spielt den Weihnachtsmann. Oft sind die Geschenkpakete größer als die Bescherten; rechts Silke Meyer-Schavier, im Hintergrund der Weihnachtsengel Nicole Huppertz. Foto: Greven

Aldenhoven. Diese leuchtenden Kinderaugen vergisst man nicht so leicht. Geduldig hatten die Kids am Spätnachmittag gewartet, bis sich die Tür des Kindergartens „Regenbogen“ in Aldenhoven für sie öffnete. Dann hockten sie sich im Foyer im Kreis nieder und starrten erwartungsfroh auf den Geschenke-Berg, der im Hintergrund aufgetürmt war.

Bürgermeister Ralf Claßen, von Kindergarten-Leiterin Silke Meyer-Schavier begrüßt, sollte hier den Weihnachtsmann verkörpern und die vielen Pakete an die Kleinen verteilen. Für ihn „der schönste Tag des so aufregenden Jahres“, wie er später bemerkte.

Insgesamt 63 Kinder wurden hier beschert. 43 davon sind Kindergartenkinder aus dem integrativen Kindergarten „Regenbogen“, weitere 20 sogenannte „Geschwisterkinder“, alle aus minderbemittelten Familien, die für die „Aktion Weihnachtsengel“ ausgewählt worden waren. Im Vorfeld hatten sie ihre Wünsche äußern dürfen, meistens Kinderkleidung und natürlich Spielsachen. Und alle Wünsche erfüllte das Christkind oder eben der Weihnachtsengel.

Den Weihnachtsengel verkörperte zum dritten Mal Nicole Huppertz aus Dürboslar, Mutter eines achtjährigen Jungen. Sie betreibt seit Jahren einen Bücher-Blog. Sie beurteilt Neuerscheinungen und schafft es immer wieder, dass Verlage und Autoren ihr Bücher zur Verfügung stellen, die sie in Auktionen auf den Markt wirft.

Eine Arbeit von einigen Monaten, für die sie immer einige Helfer findet, und die sich auszahlt. Den Erlös, den sie in diesem Jahr mit rund 6500 Euro beziffert, führt sie gemeinnützigen Zwecken zu. Der dickste Batzen ist für den „Regenbogen“, den ihre Freundin Silke Meyer-Schavier aus Dürboslar leitet.

Der Weihnachtsengel beschafft nicht nur die Mittel, sondern auch die Geschenke – wunschgemäß. Die weihnachtliche Verpackung besorgen die Mütter, auch die deren Kinder nicht an der Bescherung teilnehmen. Im „Regenbogen“, in dem 91 Kinder, darunter 19 behinderte und 24 unter drei Jahren betreut werden, herrscht ein herzliches Miteinander. Darauf ist Silke Meyer-Schavier ganz besonders stolz. Und stolz ist sie auch auf ihre Freundin, die sie zum Abschluss herzlich umarmt und mit einem Blumenstrauß bedenkt.

Wegen der riesigen Arbeit hat Nicole Huppertz schon mal ans Aufhören gedacht. Aber dann sieht sie die leuchtenden Kinderaugen bei der Bescherung – und wird weitermachen.

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