Weihnachtsaktion des TZJ: 80 Päckchen, die Freude schenken

Von: -vpu-
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Ein Kastenwagen voller Geschenke nach Wunsch: TZJ-Geschäftsführer Carlo Aretz, Rose Marie Kommnick, Dorothee Schenk und Uwe Hunf laden 50 Päckchen der Wunschbaumaktion ein. Foto: Uerlings

Jülich. Die Freude war groß am Donnerstag im Kulturbahnhof, als 80 Kinder bei einer internen Feier des Vereins „Kleine Hände“ etwas für sie nicht Selbstverständliches machen durften: auf ein Weihnachtsgeschenk nach Wunsch hoffen. Wert jeweils: 15 Euro. Ihre Hoffnung war begründet – dafür hatten sowohl die „Kleinen Hände“, vor allem aber die Aktion „Wunschbaum“ des Technologiezentrums gesorgt.

Allein 50 Pakete kamen nämlich aus dem TZJ, das seine Mieter, die Mitarbeiter und Gäste des Hauses wie im Vorjahr um Unterstützung gebeten hatte. 2011 hatte es die Premiere der Aktion mit zunächst 20 Wünschen gegeben, die erfüllt werden sollten. Bis zum vergangenen Weihnachtsfest wuchs die Zahl auf letztlich 40 an. Deswegen wurden heuer gleich 50 angepeilt. „Auch hierfür haben wir Paten gefunden“, stellt Carlo Aretz, Geschäftsführer des Technologiezentrums und Initiator der Aktion, erfreut fest. Die Paten gaben jeweils 15 Euro, und die hauptamtliche Crew des Technologiezentrums kümmerte sich um den Rest.

Warum das alles? „Wir wollen Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein bisschen glücklicher machen“, erklärt Aretz. Zielgruppe sind Mädchen und Jungen zwischen 2 und 14 Jahren aus Familien, die „es nicht so dicke haben“. Dieser Klientel hilft der Verein „Kleine Hände“ ganzjährig und kennt sie bestens. „Sie haben sich gewünscht, was nötig ist und auch was aus ihrer Sicht luxuriös ist“, fasst Rose Marie Kommnick, Vorsitzende der „Kleinen Hände“, zusammen. Das reichte vom klassischen Fußball über Torwarthandschuhe bis zum „guten Duft“ für die etwas Älteren.

Das Team der TZJ GmbH hat sich mit Herzblut eingebracht, um alle Wünsche zu erfüllen. Eingekauft wurde vor allem in Jülich. Hausmeister Uwe Hunf lud am Vortrag der Weihnachtsfeier im Kulturbahnhof alle Pakete in seinen Kastenwagen.

„Wir sind froh, dass das TZJ die Logistik übernimmt, die für unseren Verein schwierig wäre“, stellte Dorothee Schenk, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Kleine Hände“ fest. Und Rose Marie Kommnick stimmte mit Blick auf die 50 erfüllten Wünsche mit ein: „100 kleine Hände sagen Danke für eine schöne Aktion. Das ist wirklich wunderbar.“

Nach ihren Angaben gibt es in Jülich etliche Familien, die in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben, aber auch hier gibt es „Entwicklungen“: „Wir stellen fest, dass die Gruppe der Alleinerziehenden und der sehr jungen Mütter größer wird. Zuletzt sind auch einige Asylbewerberfamilien nach Jülich gezogen.“ Der Verein hat die 50 Geschenke aus dem TZJ um 30 aufgestockt, damit insgesamt 80 Kinder in den Genuss kommen.

Das Technologiezentrum hat die Aktion mit Freude auf die Beine gestellt, um einerseits zu helfen und andererseits zu zeigen, dass „wir zu Jülich gehören und uns hier engagieren“, wie Geschäftsführer Aretz erklärte. Eine Fortsetzung ist geplant, Nachahmer sind nach seinen Worten gern gesehen. Denn die Zahl der unerfüllten und bescheidenen Wünschen dürfte deutlich über 80 liegen.

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