Jülich - Weihnachtliches und was richtig Lautes bei „What Else“

Weihnachtliches und was richtig Lautes bei „What Else“

Von: ptj
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Bigband-Sound in gemütlicher Atmosphäre: „What Else“ feiert Jahresabschluss und lädt dazu Freunde und Förderer ein. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Swingende Weihnacht“ hatte die Big Band der Jülicher Musikschule „What Else“ ihr „Konzert zum Jahresausklang“ überschrieben, das viele Besucher ins Schulzentrum Linnicher Straße gelockt hatte. In gemütlicher Atmosphäre bei Glühwein, Kaffee und Gebäck erlebten die Gäste, darunter viele Freunde und Förderer der Musikschule, lustvoll swingenden Big Band-Sound – zur kurzweiligen Moderation des Dirigenten Klaus Luft.

Ein klassisches Weihnachtskonzert war eigentlich gar nicht geplant, wie Letzterer erzählte. In Ermangelung eines Sommerfestes hatten die Bandmitglieder einen gemütlichen Jahresausklang mit Gästen vorgeschlagen, zu der auch einige Stücke gespielt werden sollten. Daraus entwickelte sich ein vollwertiges Weihnachtskonzert, bei dem jedoch die Gemütlichkeit im Vordergrund stand.

Musikalische Inhalte waren „viel Bitten und Betteln um Schnee“, viele „fromme Weihnachtswünsche“ und auch „was richtig Lautes“, wie Luft es ausdrückte.

Eingesprungen

„What Else“ startete mit „O Christmas Tree“ in einem Arrangement von Paul Clark. Dann rieselten in „Winter Wonderland“ musikalisch die Schneeflocken, unterstrichen vom tiefen Klang der Saxophone im Arrangement von Dave Wolpe. Auch in „Have Yourself A Merry Little Christmas“ von Wolpe stand der Saxophon-Klang im Vordergrund, Solist war Volker Bayer. Einer der fünf Saxophonisten, Bariton Walter Semmel-Sembritzki aus Aachen, war äußerst kurzfristig für eine erkrankte Musikerin eingesprungen, trug deshalb nicht die traditionell schwarze Konzertkleidung – und erntete Sonderapplaus.

Lufts „Favorit des Abends“ war „We Wish You A Merry Christmas“. Bis vor wenigen Wochen unbekannt war ihm als einziges Stück aus dem Repertoire der fetzige „Jingle Bells Rock“, arrangiert von Jerry Nowak. „Christmas Time Is Here“ war ein Posaunen-dominiertes Stück – und Anlass für Luft, dem Publikum sein Anliegen vorzutragen, nämlich, für mehr Posaunisten in der Bigband „What Else“ zu werben. Denn einzig „fester Posaunist“ sei Eckhard Globig, die anderen bislang lediglich „Aushilfen“, darunter die charmante japanische Saxophonistin Kazuho Oishi, die neue Kollegin in der Musikschule wird.

Um einen Einblick in die Anfänge von Musikerkarrieren zu geben, hielt Luft mitten im Konzert den Auftritt eines „Special Guest“ bereit, der selbst für Musikschulleiter Bernhard Dolfus und seinen Stellvertreter Wolfgang Riedel eine Überraschung war. Das achtjährige Geburtstagskind Erwin Stuckart, der erst seit vier Monaten Trompete spielt, brachte mit seinem Vater Réné zweistimmig zwei Weihnachtslieder auf der Trompete zu Gehör, darunter „Kling Glöckchen“. Angerührt spendete das Publikum nicht nur kräftigen Applaus, sondern stimmte das einzige Lied des Abends außerhalb des klassischen Weihnachtsrepertoires an, „Happy Birthday“.

Zum weiteren Programm zählten die Weihnachtsklassiker „Santa Claus Is Comin‘ To Town“, „Sleigh Ride“ und abschließend „Rudolph, The Red-nosed Reindeer“. Auf begeisterte Beifallsbekundungen folgte ein gemütlicher Austausch im Kerzenschein.

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