Wehrgang im Brückenkopf ist gefährdet

Von: dol
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Der Bürgerbeirat Historische Festungsstadt hat für drei Jahren seinen neuen Vorstand gewählt, dem unter anderem Dr. Peter Nieveler, Karl Sauer, Wolfgang Gunia, Günter Pott, Winfried Cremerius und Horst Zimmermann (v.l.) angehören. Foto: Dolfus

Jülich. Für Gesprächsstoff bei der Hauptversammlung des Bürgerbeirates Historische Festungsstadt Jülich war gesorgt. Heiß diskutiert wurde beispielsweise das Vorgehen des Bürgerbeirats in Sachen „Nördliche Wachstube” des Brückenkopfs.

Der Wehrgang an der Hohltraverse I drohe einzustürzen, erläuterte Wolfgang Gunia die Problematik.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf über 60.000 Euro, eher symbolisch könne der Beirat 250 Euro spenden, so Gunia. Ein Gros der Kosten sei im Haushalt der Stadt Jülich veranschlagt, aber eben nicht die komplette Summe. 7000 Euro stünden noch aus einem Fördertopf der Kulturstiftung NRW zur Verfügung, der Rest müsse über Spenden finanziert werden.

Pflanzenbewuchs problematisch

Dr. Peter Nieveler erläuterte, dass der Pflanzenbewuchs des Walls Ursache für die Probleme sei. „Wenn man so etwas macht, muss man das ständig kontrollieren”, sieht er die jetzige Maßnahme als zu spät. Trotz kontroverser Meinungen beschloss der Beirat die 250-Euro-Spende.

Nieveler äußerte mehrfach Unverständnis über den Stadtrat, der mit seinen Sparmaßnahmen die Jülicher Kultureinrichtungen unter Druck setze. So auch das Stadtgeschichtliche Museum, das beim letztjährigen Tag des offenen Denkmals offenbar notgedrungen Eintritt für die Zitadelle verlangte.

Während einige Beiratsmitglieder das vor dem Hintergrund, dass dieser europaweite Tag genau dazu dienen soll, Denkmäler für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, unzumutbar fanden, forderte Nieveler Verständnis für die Maßnahme des Museums. Dieses sei gezwungen, einen gewissen finanziellen Anteil selbst zu erwirtschaften, da es vom Stadtrat nicht genügend Mittel zugesprochen bekomme. Zudem sei auch der Brückenkopf ein Denkmal, das nur gegen Entgelt besichtigt werden könne.

Dem widersprach Karl Sauer. Er erklärte, dass man am Brückenkopf die Tore so schließen könne, dass lediglich das Baudenkmal am Stadtgarten zugänglich sei, nicht aber Zoo und das Gelände am Lindenrondell.
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