Jülich - Wegweiser gesucht für Menschen, die in Probleme geraten sind

Wegweiser gesucht für Menschen, die in Probleme geraten sind

Von: jan
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Sie suchen Wegweiser: (v.l.) Sylvia Karger-Kämmerling (Caritas), Pfarrer Josef Wolff, Indes Zeller (SkF), Dieter Bürger (Café Gemeinsam), York Somereisen (In Via), Doris Vogel (Sozialamt) und Ralf Cober (Pfarrei Heilig Geist). Foto: Guido Jansen

Jülich. Wer fällt, weil er beispielsweise finanzielle, gesundheitliche oder psychische Probleme hat, der braucht Hilfe. Es gibt Behörden und Einrichtungen, die Hilfe bieten. Die Arbeitsagentur, das Sozialamt, den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der Caritasverband, In Via oder die Kirchengemeinde können beispielsweise Rettungsanker sein.

Dazu kommen viele ehrenamtliche Organisationen wie die Jülicher Tafel oder der Verein Kleine Hände. „Es gibt aber Menschen, die nicht wissen, wie und wo sie diese Hilfe finden. Das haben wir immer wieder festgestellt“, sagt Ralf Cober, Gemeindereferent der Pfarrei Heilig Geist. „Wir sind oft gefragt worden, ob wir die Menschen zur Schuldnerberatung oder zum Rechtsanwalt begleiten können. Aber das sieht unser Konzept nicht vor“, sagt Ines Zeller (SkF).

Diese Lücken im Netz, das Menschen auffangen soll, wenn sie fallen, sollen in Jülich geschlossen werden. Hand-in-Hand heißt die Initiative des Caritasverbandes Düren-Jülich und der Pfarre Heilig Geist Jülich. Wenn Hand-in-Hand irgendwann funktioniert, dann soll die Initiative von engagierten Menschen getragen werden, die für andere als Wegweiser fungieren, weil sie sagen können, wo es für welches Problem Hilfe gibt. Und weil die Helfer die Menschen auch an die Hand nehmen und sie bei schweren Gängen begleiten.

Im Moment gibt es die Idee, hinter der neben den Initiatoren auch das Jülicher Sozialamt, der SkF, das Freiwilligenzentrum und In Via stehen. Jetzt werden Menschen gesucht, die Wegweiser und Ansprechpartner sein wollen, ehrenamtliche Vermittler, die Hilfesuchende an die richtige Stelle vermitteln können.

Am 5. Februar um 19.30 Uhr findet ein erstes Treffen im Café Gemeinsam in der Stiftsherrenstraße statt für alle, die sich vorstellen könnten, Wegweiser zu sein. Die Ehrenamtler sollen geschult werden, damit sie einen ersten Überblick der Hilfsangebote geben können. „Sie sollen wissen, wie die Wege zur Hilfe aussehen“, sagt Doris Vogel vom Jülicher Sozialamt. Nicht verlangt wird, dass sie auch Rechtsanwalt, psychologischer Berater oder Finanzexperte sind. Feste Anlaufstelle für Hilfesuchende soll das Café Gemeinsam sein. Die Mitarbeiter dort kontaktieren einen Wegweiser, wenn sich ein Hilfesuchender meldet.

Menschen, die sich vorstellen können, Wegweiser zu sein, können sich bei Fragen an Sylvia Karger-Kämmerling vom Caritasverband unter Telefon 02461/6226300 oder per Mail skarger-kaemmerling@cv-dueren.de oder an Ralf Cober von der Pfarrei Heilig Geist unter Telefon 02461/9360016 oder r.cober@heilig-geist-juelich.de wenden.

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